Mindestlohn – Christine Buchholz https://christinebuchholz.de Mon, 19 Aug 2013 14:00:42 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.0.12 Solidarität mit den Betriebsräten von Burger King – Für einen gesetzlichen Mindestlohn! https://christinebuchholz.de/2013/08/19/solidaritaet-mit-den-betriebsraeten-von-burger-king-fuer-einen-gesetzlichen-mindestlohn/ Mon, 19 Aug 2013 14:00:42 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=4686 130815_Soli Burger King
Am 15.8. fand in Frankfurt ein Arbeitsgerichtstermin gegen einen Betriebsrat von Burger King aus Frankfurt statt. Ihm wird vorgeworfen, seine Arbeit im Restaurant nicht gemacht zu haben und stattdessen „nur“ Betriebsratstätigkeiten nachgegangen zu sein. Der Arbeitgeber fordert zwei Jahre Gehalt zurück.
Einen vorgeschlagenen Vergleich können die Parteien zustimmen, ansonsten geht der Prozess weiter. Es ist nicht davon auszugehen, dass der Anwalt des Arbeitgebers, Helmut Naujoks, dem Vergleich zustimmen wird. Er hat den Ruf die „Kündigung von Unkündbaren“ möglich zu machen, das lässt nichts Gutes erwarten. Die Kanzlei Helmut Naujoks ist spezialisiert auf die Zerschlagung von Betriebsratsstrukturen und – wie Naujoks gegenüber Günter Wallraff zugegeben hatte – Fachanwalt „für Mobbing von Betriebsräten, Schwangeren und Behinderten“.
Burger King Frankfurt, ein Einzelfall? Nein, im Zuge der Übernahme vieler Burger King-Filialen durch den neuen Franchisenehmer Yi-Ko Holding GmbH sind bundesweit ein gutes Dutzend Betriebsräte von Burger King fristlos entlassen worden, unter ähnlich haarsträubenden Vorwürfen wie in Frankfurt. Die Yi-Ko Holding will mit ihre Burger King-Filialen aus dem Tarifvertrag aussteigen und einen Niedriglohn einführen. Das ist natürlich ohne Betriebsräte gleich viel einfacher.
Unsere Solidarität gilt den gekündigten Betriebsräten und allen Beschäftigten bei Burger King. Die Machenschaften der Yi-Ko Holding und ihrem Anwalt Naujoks kann man bei Aktionen publik machen. Damit Dumpinglöhne in Zukunft ausgeschlossen sind, macht sich DIE LINKE weiterhin für einen gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro die Stunde stark!

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»Es gibt weder Sieger noch Besiegte« https://christinebuchholz.de/2011/05/24/es-gibt-weder-sieger-noch-besiegte/ Tue, 24 May 2011 17:33:26 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=2115 Der Bundesvorstand hat den Programmentwurf überarbeitet. Die „Haltelinien bleiben“. Ein Gespräch mit Christine Buchholz
Interview: Peter Wolter, Tageszeitung Junge Welt vom 24.05.2011
Christine Buchholz ist Bundestagsabgeordnete der Linkspartei sowie Mitglied des Parteivorstandes

Am Sonntag hat der Bundesvorstand der Linkspartei letzte Hand an den Programmentwurf gelegt, der im Oktober beschlossen werden soll. Vor allem aus Ostdeutschland war Skepsis zur Ursprungsfassung laut geworden, die maßgeblich der frühere Parteichef Oskar Lafontaine geprägt hatte. Was ist von dessen »Haltelinien« geblieben?

In wichtigen Kernfragen sind wir bei diesen Haltelinien geblieben. Es ist also klar, daß die Linke sich an keiner Regierung beteiligen wird, die Kriegseinsätze, Sozialabbau und Privatisierungen anstrebt. Allerdings gibt es meiner Meinung nach einen Schwachpunkt: An einer Stelle heißt es, daß beim öffentlichen Dienst dessen »Aufgabenerfüllung« garantiert werden muß. Das ist meines Erachtens sehr schwammig und interpretierbar – mir wäre es deutlich lieber gewesen, sich eindeutig gegen jeden Personalabbau in diesem Sektor auszusprechen. Die beschlossene Formulierung muß man aber als Teil des Kompromisses zwischen verschiedenen Positionen in der Partei sehen – der Grundcharakter des Programmentwurfs wird dadurch nicht schlechter.
Unter dem Strich heißt das aber doch, daß sich ostdeutsche Landespolitiker die Möglichkeit offenhalten wollen, im Falle einer Regierungsbeteiligung Personal im öffentlichen Sektor abzubauen.

Im öffentlichen Dienst Stellen abbauen will eigentlich niemand in der Partei – aber es gibt eben auch die Ansicht, daß man in dieser Hinsicht unter bestimmten Bedingungen flexibler sein sollte. Mich persönlich schmerzt die erwähnte Formulierung genauso wie eine problematische Formulierung zur UNO – dennoch habe ich dem Gesamttext des Entwurfs zugestimmt.
Und was ist mit Bundeswehreinsätzen im Ausland?

Der überarbeitete Entwurf vertritt weiterhin die Position, daß die Linkspartei dagegen ist. Auch dann, wenn sie mit einem UN-Mandat stattfinden sollten. Diese Passage wurde mit großer Mehrheit angenommen.
Und der gesetzliche Mindestlohn?

Den fordern wir nach wie vor, und zwar in existenzsichernder Höhe. Auf eine konkrete Summe haben wir verzichtet – ein Grundsatzprogramm soll immerhin ein, zwei Jahrzehnte gültig bleiben. Es ist ja kein Wahlprogramm, das nur auf vier Jahre angelegt ist. Außerdem fordern wir das Verbot der Leiharbeit.
In den vergangenen Wochen haben die bürgerlichen Medien eine neue Kampagnenfront gegen die Linkspartei eröffnet: den angeblichen Antisemitismus. Gibt es dazu eine Aussage?

Der Programmentwurf sagt dem Antisemitismus, antimuslimischem Rassismus und jeder anderen Form des Rassismus den Kampf an. Auf die aktuelle Kampagne gegen die Partei, in der man unsere Kritik an der Politik Israels zum Antisemitismus umdichtet, gehen wir allerdings nicht ein. Zu diesen Frechheiten haben wir am Wochenende eine eigene Erklärung verabschiedet.
Wie geht es jetzt weiter mit diesem Entwurf? Veröffentlicht worden ist er ja noch nicht.

Jetzt werden erst einmal die Änderungen eingearbeit, bevor das Papier in den nächsten Tagen publik gemacht wird. Das ist allerdings noch nicht der komplette Leitantrag für den Parteitag – im Juli werden wir noch Korrekturen einarbeiten sowie die Präambel abstimmen. Das Papier geht dann zur Diskussion an die Parteibasis, die ihre Änderungsanträge dem Parteitag zur Abstimmung vorlegt. Anschließend findet ein Mitglieder-Referendum über den Gesamttext statt.
Ist der parteiinterne Hickhack jetzt überwunden?

Die Art und Weise, wie die Debatte gelaufen ist, stimmt mich da sehr zuversichtlich: Wir haben am Wochenende eine konstruktive Diskussion gehabt, nach der es weder Sieger noch Besiegte gibt. Ich persönlich bedaure z.B., daß unsere »Haltelinien« geschwächt sind, andere kritisieren andere Punkte – aber die Richtung stimmt.
Die Parteilinke ist also nicht unglücklich?

An der einen oder anderen Stelle finden sich Wermutstropfen – aber damit können wir leben.

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1. Mai 2011: Mindestlohn jetzt! Gleicher Lohn für gleiche Arbeit https://christinebuchholz.de/2011/04/27/1-mai-2011-mindestlohn-jetzt-gleicher-lohn-fur-gleiche-arbeit/ Wed, 27 Apr 2011 14:44:35 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=2051
Am 1. Mai 2011 tritt in der EU die neue europäische Arbeitnehmer- und Dienstleistungsfreiheitregelung in Kraft. Um der damit drohenden Gefahr des Lohndumpings entgegenzutreten muss der gesetzliche Mindestlohn eingeführt werden. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen und sie in der Öffentlichkeit breiter bekannt zu machen, hat die LINKE die Kampagne  “ Countdown für den Mindestlohn“ gestartet, die ein Schwerpunkt im ersten Halbjahr 2011 sein soll.
Es gab bereits mehrere Termine die als lokale Aktionstage genutzt werden konnten: Der 14. oder 15. April: Bundestagsabstimmung über den Mindestlohn-Antrag der Linksfraktion. Der 21. April: Noch 10 Tage bis zum 1. Mai.
Unterstützt wurden diese Aktionstage und die ganze Kampagne mit Materialien die in den Landesgeschäftsstellen, so auch in Frankfurt am  Main, bereitliegen. Die erste Bitte der LINKEN an ihre Mitglieder:
Setzt das Thema „Mindestlohn statt Lohndumping!“ bei Euch vor Ort auf die Tagesordnung, zum Beispiel auf der nächsten Mitgliederversammlung in Eurem Kreis- oder Ortsverband. Lasst uns die verbleibende Zeit nutzen und den Druck für den Mindestlohn bis zum 1. Mai gemeinsam noch einmal kräftig erhöhen.
Alle Infos zur Kampagne findet man hier: http://die-linke.de/politik/themen/countdown_fuer_den_mindestlohn/
Den Antrag an den Bundestag findet man hier: http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2011/04/Antrag-Mindestlohn-BT.pdf
Ein Flugblatt das bei Maiveranstaltungen gut verteilt werden kann, ist hier zu finden: http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2011/04/Mindestlohn-jetzt.pdf

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"HartzIV-Kompromiss": Ein Hohn für die Betroffenen https://christinebuchholz.de/2011/02/25/hartziv-kompromiss-ein-hohn-fur-die-betroffenen/ Fri, 25 Feb 2011 09:44:21 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=1904 Persönliche Erklärung zur Abstimmung über das Ergebnis des Hartz IV- Vermittlungsausschuss

Das Hartz-IV-Verhandlungsergebnis ist ein Hohn für die Betroffenen. Allein im Bundesland Hessen leben derzeit mehr als 400.000 Menschen von Hartz IV. Das Arbeitslosengeld II steigt rückwirkend um fünf auf 364 Euro im Monat. Selbst die für 2012 anvisierten drei Euro mehr sind allenfalls ein Inflationsausgleich, jedoch keine Erhöhung, die zu einer Verbesserung der Lebensumstände der Betroffenen führt.
Für Gesundheitspflege stehen Hartz IV-Empfängern jetzt 15,55 EUR zur Verfügung, das sind 1,19 EUR mehr als zuvor. Damit wird bereits eine einfache Grippe zum Risiko: Der Preis für einen durchschnittlichen Hustenlöser liegt bei 15,70EUR, schon für Taschentücher bleibt dann kein Budget mehr. Das ist die Lebensrealität von nahezu einer halben Millionen Hessinnen und Hessen.
Die willkürliche Veränderung der Berechnungsgrundlagen, um den Sparvorgaben des Finanzministers gerecht zu werden, war und ist verfassungswidrig. Es ist ein Skandal, dass die Hartz IV-Parteien acht Wochen verhandeln mussten, um eine Erhöhung des Regelsatzes um insgesamt 8 Euro zu erreichen. Die gleichen Parteien haben nur eine Woche gebraucht, um mit 480 Milliarden Euro die Banken in der Finanzkrise zu retten.
DIE LINKE bleibt deshalb bei Ihrer Forderung nach der Abschaffung von Hartz IV. Bis dahin braucht es eine Anhebung des Hartz IV-Regelsatzes auf 500 Euro, der es den Betroffenen ermöglicht am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Höhere Regelsätze können mit der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns finanziert werden. Hier können bis zu elf Milliarden Euro eingespart werden, die zurzeit von den Arbeitsagenturen an die sogenannten „Aufstocker“ gezahlt werden. Anstatt ausbeuterisches Lohndumping der Unternehmen zu finanzieren sollte sich der Staat um ein menschenwürdiges Leben für Hartz IV-Empfänger sorgen und für gerechten Lohn einstehen.

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Hartz IV: Menschenwürdiger Regelsatz jetzt! https://christinebuchholz.de/2011/02/14/hartz-iv-menschenwurdiger-regelsatz-jetzt/ Mon, 14 Feb 2011 16:33:17 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=1833 Die Fraktion DIE LINKE hat ein Flugblatt zur aktuellen Debatte um Hartz IV erstellt. Ihr findet es hier zum Download.
CDU, CSU, SPD, FDP und Grüne sind mit ihren illegalen Verhandlungen
– an der offiziellen Arbeitsgruppe des Vermittlungsausschusses
vorbei – über die Neuregelung von Hartz IV und zur Neuermittlung des
Regelsatzes gescheitert. DIE LINKE wurde hierbei ausgegrenzt. Bereits
vor einem Jahr, am 9. Februar 2010, hat das Bundesverfassungsgericht
die Regelsätze für verfassungswidrig erklärt. Die von Karlsruhe
gesetzte Frist zur Neuregelung bis zum 31. Dezember 2010 ließ die
Bundesregierung ergebnislos verstreichen.
Hartz-Parteien verhindern verfassungskonforme Lösung
Die Bundesregierung hat einen Regelsatz für Erwachsene von 364
Euro errechnen lassen. Kinder und Jugendliche bekommen nicht mehr
Geld, sondern im Wesentlichen Gutscheine auf Antrag. Das ist diskriminierend,
bürokratisch und teuer. Schwarz-Gelb hat ein vermeintliches
Existenzminimum systematisch kleingerechnet. Der Regierungsentwurf
widerspricht dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Für
die Rettung von Banken werden in kurzer Zeit Milliarden Eurobeträge
bewilligt. Bei den Ärmsten wird gespart. SPD und Grüne haben sich
diesen Vorgaben der Regierung zunehmend unterworfen und wollen
nunmehr lediglich noch symbolische Veränderungen des Regelsatzes.
Entwürdigenden und repressiven Charakter überwinden
DIE LINKE fordert einen grundlegenden politischen Kurwechsel. Es ist
Zeit für eine massive Umverteilung von oben nach unten. DIE LINKE
fordert daher einen gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro, eine
repressionsfreie Mindestsicherung und einen Regelsatz in einer Höhe
von 500 Euro. Die Leistungen für Kinder müssen auf ein bedarfsdeckendes
Niveau angehoben werden.

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Warum es sich lohnt, DIE LINKE zu wählen https://christinebuchholz.de/2009/09/25/warum-es-sich-lohnt-die-linke-zu-wahlen/ Fri, 25 Sep 2009 06:00:52 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=685 Sie sind dafür, dass große Vermögen, große Erbschaften und Umsätze an den Börsen besteuert und mit diesem Geld in die Zukunft des Landes investiert wird. Sie sind für Arbeit, von der man leben kann, für eine Abschaffung von Hartz IV und eine Anhebung der Regelsätze auf 500 Euro. Für ein Ende der Kriegseinsätze der Bundeswehr. Für kostenfreie Bildung. Für einen echten Atomausstieg … und immer noch nicht sicher, ob sie ihre Stimme der LINKEN geben sollen? Hier fünf Argumente, warum es sich lohnt, DIE LINKE zu wählen:

1. Nur DIE LINKE macht sozial gerechte Politik im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung
Eine Woche vor der Wahl haben Peer Steinbrück und Theodor zu Guttenberg bei Anne Will klar gemacht: Nach der Wahl wird es harte Einschnitte geben. „Steinbrück und Guttenberg verkünden Sparkurs“ titelte die FAZ. Es ist zu erwarten, dass die SPD dasselbe Spiel wie vor vier Jahren spielt. Da versprach sie: „keine höhere Mehrwertsteuer.“ Heraus kam eine Große Koalition und drei Prozent Mehrwertsteuererhöhung. Aus Steinbrücks und Guttenbergs Ministerien sickerten jetzt Pläne durch für die Besteuerung von Nacht- und Schichtzuschlägen (Finanzministerium) und für die Abschaffung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf Nahrungsmittel und andere Konsumgüter (Wirtschafts- und Finanzministerium).
2009 will die SPD weiter regieren – mit der FDP und den Grünen. Doch die FDP steht für Privatisierungen, Steuersenkungen für Reiche, gegen Mindestlohn und für eine neue Kasino-Runde an den Börsen. Auch die Grünen stehen für Kriegseinsätze und Sozialabbau: Sie haben die Agenda 2010 und den Afghanistankrieg mitzuverantworten – und in Hamburg koalieren sie bereits mit der CDU und betreiben eine Koalition, die weiter kürzt und das Kohlkraftwerk Moorburg baut. Eine Fortsetzung der großen Koalition wäre kein „kleineres Übel“: Dann setzt sich die unsoziale Politik der vergangenen vier Jahre fort. Gerechter und friedlicher wird das Land weder mit Westerwelle und Merkel, noch mit Steinmeier und Künast.
Nur wer am 27. September DIE LINKE wählt, stimmt für soziale Gerechtigkeit und Frieden.
2. Eine gestärkte LINKE ist eine Ermutigung für all die, die für soziale Gerechtigkeit und gegen Krieg kämpfen
Jede Stimme für DIE LINKE ist eine Ermutigung für alle, die sich gegen Lohndumping und gegen Stellenabbau, gegen Hartz IV und die Rente ab 67, gegen den Krieg in Afghanistan wehren. Um etwas durchzusetzen, braucht DIE LINKE keine Koalition: Wahlerfolge für DIE LINKE und Aktionen der Gewerkschaften zwangen die anderen Parteien, den gesetzlichen Mindestlohn auf die Tagesordnung zu setzen. Wahlerfolge und Proteste haben dazu geführt, dass öffentlich über den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan diskutiert wird. Nur eine Stimme für eine starke LINKE Opposition setzt die andere Parteien unter Druck und gibt allen Menschen Kraft und Hoffnung, die sich gegen Sozialabbau und Krieg wehren und dagegen auf die Straße gehen.
3. DIE LINKE will, dass die Wirtschaft dem Menschen dient und nicht umgekehrt
Statt Milliardengeschenke an die Banken zu geben und damit noch mehr Geld an der Börse zu verspielen, sagt DIE LINKE: Menschen vor Profite! Eine öffentliche Kontrolle über die Banken ist nötig. Bildung, Gesundheit und die Bahn dürfen nicht privatisiert werden. Die Energiekonzerne, die durch die Energiepreise Rekordgewinne einfahren und den Atomausstieg blockieren, müssen entmachtet werden. Und wenn um Öl und Vorherrschaft in der Welt Krieg geführt wird, dabei unzählige Menschen sterben, dann kann es nur heißen: Nein zum Krieg – Bundeswehr raus aus Afghanistan.
4. DIE LINKE erhält keine Spenden aus der Wirtschaft
Alle anderen Parteien erhalten große Spenden von Banken, Versicherungen und Konzernen. Banken, die nun Milliarden geschenkt bekommen. Versicherungen, die von der Riester-Rente und der Privatisierung des Gesundheitssystems profitieren. Wer DIE LINKE wählt, wählt eine Partei, die keine derartigen Spenden erhält und deshalb konsequent die Interessen der großen Mehrheit vertreten kann. DIE LINKE lebt von der Unterstützung und Aktivität ihrer Wählerinnen und Wähler und ihrer Mitglieder.
5. Für die LINKE kandidieren Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Friedensaktivisten und Globalisierungskritikerinnen neben profilierten Politikern wie Oskar Lafontaine und Gregor Gysi
Oskar Lafontaine, Gregor Gysi und die Linksfraktion stehen im Bundestag für Gerechtigkeit, Solidarität und gegen Krieg. Wer DIE LINKE wählt, gibt seine Stimme ihnen, aber auch den vielen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern, Friedensaktivisten und Globalisierungskritikerinnen. Für DIE LINKE kandidieren die vormalige Attac-Geschäftsführerin Sabine Leidig, Gewerkschafter wie Klaus Ernst von der IG Metall oder der ver.di-Chef-Volkswirt Michael Schlecht, aber auch Friedensaktivisten wie Jan van Aken.
DIE LINKE steht als Team für eine Politik gegen Armut und Ausgrenzung. Dafür, dass große Vermögen, große Erbschaften und Umsätze an den Börsen besteuert und mit diesem Geld in die Zukunft des Landes investiert wird. DIE LINKE steht für Arbeit, von der man leben kann, für eine Abschaffung von Hartz IV und eine Anhebung der Regelsätze auf 500 Euro. Für ein Ende der Kriegseinsätze der Bundeswehr. Für kostenfreie Bildung. Für zwei Millionen Arbeitsplätze. Und für einen echten Atomausstieg.
Deshalb lohnt es sich, am 27. September DIE LINKE zu wählen!

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Mindestlohn von 10 Euro ist richtig und bitter nötig https://christinebuchholz.de/2009/09/16/ein-mindestlohn-von-10-euro-ist-richtig-und-bitter-notig/ Wed, 16 Sep 2009 21:03:54 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=604
Angesichts der Verschärfung der Mindestlohnforderung durch den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und des heutigen Halts des Mindestlohn-Trucks der Gewerkschaften in Offenbach erklärt Christine Buchholz, hessische Kandidatin der Partei DIE LINKE für den Bundestag:
„Die Forderung des DGB nach einem deutlich höheren Mindestlohn als die bisher formulierte Untergrenze von 7,50 Euro ist richtig und bitter nötig. Nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes liegt die Niedriglohnschwelle bei einem Bruttolohn von 9,85 Euro pro Stunde. Das entspricht zwei Dritteln des mittleren Stundenverdienstes. Wer weniger verdient, ist dem Niedriglohnsektor zuzurechnen und erhält selbst nach 45 Beitragsjahren keine existenzsichernde Rente.

Die Lohnspirale nach unten muss aufgehalten werden. Hungerlöhne und prekäre Jobs sind nicht vom Himmel gefallen, sondern wurden und werden von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen gefördert.
DIE LINKE fordert einen gesetzlichen Mindestlohn nach französischem Vorbild, der in der nächsten Wahlperiode auf zehn Euro steigt. Zehn Euro Mindestlohn sind die Grundvoraussetzung für gute Arbeit und menschenwürdige Beschäftigungsbedingungen. Nach dem 27. September wird eine gestärkte LINKE im Bundestag den Druck für Mindestlöhne aufrechterhalten.“

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Hartz IV bedroht die Handlungsfähigkeit von Stadt und Kreis Offenbach https://christinebuchholz.de/2009/09/10/hartz-iv-bedroht-die-handlungsfahigkeit-von-stadt-und-kreis-offenbach/ Thu, 10 Sep 2009 17:21:00 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=533 Der Deutsche Städtetag warnt davor, dass in Folge der Krise die Kommunen steigende Sozialausgaben schultern sollen, die sich zu ‚Sprengsätzen‘ für die Kommunalhaushalte erweisen könnten. Dazu erklärt Christine Buchholz, Direktkandidatin der LINKEN im Wahlkreis Offenbach und Mitglied des geschäftsführenden Parteivorstandes der Partei DIE LINKE:
„Die Warnungen vor einem finanziellen Kollaps der Kommunen verdeutlichen einmal mehr, dass die von einer rot-grünen Bundesregierung betriebene Wirtschafts- und Sozialpolitik in eine Sackgasse geführt hat. Hartz IV hat weder zu einem nennenswerten Zuwachs an Beschäftigung geführt, noch die Anzahl der ALG-II- Empfänger reduziert. Dagegen müssen die Kommunen nach Einschätzung des Deutschen Städtetags in den kommenden Jahren deutlich steigende Belastungen für die Unterstützung von Hartz-IV-Empfängern schultern. Offenbach, das mit seinen Erwerbslosenquoten deutlich über dem Landesdurchschnitt liegt, ist davon besonders schwer betroffen.

Auch der Landkreis als Optionskommune wird von diesen Auswirkungen keinesfalls verschont bleiben. Die Politik des hemmungslosen Senkens der Steuern für Unternehmen und Besserverdienende hat gewaltige Löcher in allen kommunalen Kassen hinterlassen. DIE LINKE fordert deshalb eine Abkehr von der wirtschafts-, steuer- und sozialpolitischen Politik, wie sie von einer ganz großen Koalition (CDU/CSU, SPD, FDP und GRÜNE) vorangetrieben wurde und sich nur in Nuancen unterscheidet.“
Der Bund müsse sich an den Finanzierungslasten der Kommunen beteiligen, so Christine Buchholz, statt sich nun aus der Verantwortung für die selbst verschuldete Misere zu stehlen. Mittels umfassender Steuerreformen könne die Einnahmeseite des Bundes, der Länder und der Kommunen wirksam verbessert werden. Weiterem Lohndumping müsse durch Aufstockung der Hartz-IV-Regelsätze sowie einen gesetzlichen Mindestlohn entgegen gewirkt werden.

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Die Segel richtig setzen https://christinebuchholz.de/2009/04/02/die-segel-richtig-setzen/ Thu, 02 Apr 2009 15:55:48 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=293 Der Bundesparteitag der LINKEN war, trotz etlicher Schwächen, ein Erfolg. Die politische Linie des Gründungsparteitags wurde mit dem Leitantrag bestätigt. Im Zentrum der Arbeit im kommenden Jahr stehen drei inhaltliche Themen: Gegen Rentenkürzung, für Mindestlohn und für den Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Auch die im Vorfeld umstrittene Forderung nach einem Zukunfts-Investitionsprogramm in Höhe von 50 Milliarden Euro wurde mit dem Leitantrag verabschiedet. Ein Ergänzungsantrag auf grundsätzliche Ablehnung jeglicher Militäreinsätze im In- und Ausland wurde angenommen. Dadurch zeigte sich erneut die antimilitaristische Grundstimmung in der Partei.
Vor allem die Rede von Oskar Lafontaine hat das Selbstbewusstsein und das politische Projekt der LINKEN zugespitzt ausgedrückt. Bemerkenswert war die Passage seiner Rede, in der er – in einem historischen Rückgriff auf den Verrat der SPD an der Novemberrevolution vor 80 Jahren – scharf gegen Opportunismus gegenüber dem Kapital Stellung bezog:
„Nun ist es leicht für die LINKE (…) in Programmen mehr Freiheit und Gleichheit in unserer heutigen Gesellschaft zu fordern. Viel schwieriger (…) ist es, sie durchzusetzen. Und wenn man fragt warum, dann lohnt es sich wieder in unserer Geschichte zurückzublicken. Beispielsweise auf den Zeitpunkt, an dem die Arbeiterbewegung sich spaltete. Für Sebastian Haffner war ‚die deutsche Revolution von 1918/19 eine sozialdemokratische Revolution, die von der sozialdemokratischen Führung niedergeschlagen wurde. Ein Vorgang, der in der Weltgeschichte kaum seinesgleichen hat.‘ (…) Sicher, Geschichte wiederholt sich nicht. Aber 80 Jahre später setzte ein sozialdemokratischer Bundeskanzler die größte Sozialkürzung der Bundesrepublik Deutschland durch und beteiligte sich wieder an völkerrechtswidrigen Kriegen. Ich erinnere an diese beiden Abschnitte der Arbeiterbewegung, weil sie unerbittlich die Frage aufwerfen, warum Politikerinnen und Politiker der Linken in der Geschichte die Erwartungen ihrer Anhänger so schrecklich enttäuschen. Das ist nicht eine Frage, die andere sich stellen müssen, das ist eine Frage, die wir uns stellen müssen! Wenn wir uns diese Frage nicht stellen, dann lernen wir nicht aus unserer Geschichte und dann können wir keine Lehren aus der Geschichte ziehen!“
Die relative Geschlossenheit des Parteitags ist bemerkenswert, weil die bürgerliche Presse im Vorfeld versucht hat, auf mehreren politischen Feldern Unfrieden zu stiften. Doch weder die Spekulation um eine Stasi-Vergangenheit Gregor Gysis noch der Versuch, der Partei eine Israel-Debatte aufzuzwingen, haben gefruchtet. Viele Medien haben nur die allgemein bekannte Tatsache, dass Christa Müller mit ihren Positionen in der Partei isoliert ist, als Aufhänger genommen. Als weiteren Beweis für den anhaltenden Zuspruch für DIE LINKE können wir das Ergebnis der Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein werten, die parallel zum Parteitag stattfanden: Aus dem Stand erreichte die LINKE 6,9 Prozent der Stimmen.
In Bezug auf die Wahlergebnisse zum Vorstand fällt auf, dass die direkt Gewählten und die weiteren Vorstandsmitglieder, die im ersten Wahlgang gewählt wurden, fast alle zehn Prozent schlechter abschnitten als beim letzten Mal.
Dies liegt wohl vor allem daran, dass auf dem Gründungsparteitag die Vorstandsmitglieder auf Vorschlag der Quellparteien gewählt wurden.
Von daher stellt das Wahlergebnis von Oskar Lafontaine keine Abweichung vom Trend nach unten dar, sondern die Wahlergebnisse von Dietmar Barsch und Lothar Bisky Abweichungen nach oben.
In den zweiten Wahlgängen kamen jeweils Kandidatinnen und Kandidaten aus den unterschiedlichen Quellparteien und aus unterschiedlichen Strömungen durch.
Auch wenn der linke Flügel leicht gestärkt wurde, ist es bitter, dass exponierte Gewerkschafter wie Klaus Ernst und Michael Schlecht schlechte Ergebnisse bekamen und dass Verdi-Mann Ralf Krämer nicht gewählt wurde (dazu im Folgenden mehr). Gleichzeitig ist festzustellen, dass mit Katina Schubert und Elke Breitenbach zwei exponierte Vertreterinnen der Berliner Senatspolitik nicht mehr angetreten sind und der Kandidat des Berliner Landesvorstandes auf der gemischten Liste chancenlos war.
Das zeigt, dass dieser Flügel in der Defensive ist. Die streikenden Verdi-Kollegen, die vor dem Parteitag für ihre Forderungen gegenüber dem rot-roten Senats demonstriert haben, standen symbolisch für den Widerspruch, in dem sich die LINKE in Berlin befindet.
Das Abstimmungsverhalten des Landes Berlin im Bundesrat zum Lissabon-Vertrag hingegen ist ein Erfolg der Berliner Linksfraktion. Zwar hat das Abstimmungsverhalten primär symbolischen Wert und löst mitnichten die sozialen Probleme in Berlin, dennoch zeigt es, dass es sich lohnt, Druck auf die Fraktion auszuüben.
Trotz dieses positiven Gesamtbilds gab es deutliche Schwächen:
I. Keine Klassenorientierung und blasse Kampagnen
Klassenauseinandersetzungen und gesellschaftliche Mobilisierungen spielten auf dem Parteitag keine Rolle. Es gab keine Grußworte und keine sichtbare Präsenz von Gewerkschaftsvertreter/innen, Vertreter/innen der Friedensbewegung und keine Berichte von aktuell stattfindenden sozialen und politischen Auseinandersetzungen.
Auch die Verdi-Beschäftigten aus Berlin, die einforderten, dass die LINKE sich in den Tarifauseinandersetzungen in Berlin für ihre Forderungen einsetzt, konnten nicht sprechen.
Bei den Wahlen zum geschäftsführenden und zum erweiterten Parteivorstand haben die Kandidaten mit gewerkschaftlichem Hintergrund schlechte Wahlergebnisse bekommen. Angesichts der verstärkten Versuche der SPD, um die Gunst der Gewerkschaften zu buhlen und der harten Arbeit unserer Genossinnen und Genossen in den Gewerkschaften, die darum kämpfen eine dauerhafte Verankerung der LINKEN in der Gewerkschaftsbewegung zu erreichen, ist das ein schlechtes Signal.
In Teilen der Partei ist zum einen die strategische Bedeutung des Bündnisses mit den Gewerkschaften zur Durchsetzung unserer Forderungen nicht Grundlage der politischen Arbeit. Zum anderen wurde von einigen im Gleichklang mit der Presse das Bild von „den autoritären Gewerkschaftern“ gepflegt. Das schwächt unseren Kampf um die Ausrichtung der Gewerkschaften und gegen die Vorherrschaft der SPD in der Arbeiterbewegung.
Obwohl der Parteitag Startschuss für die Rentenkampagne war und die Afghanistan-Konferenz vor der Tür steht, blieben die Kampagnen, trotz grundsätzlicher Zustimmung, blass. Auch hier wird es für die kommenden Parteitage wichtig werden im Vorfeld zu überlegen, wie die Kampagnen organisch in den Parteitag mit eingebunden werden können.
II. Parteitagsregie
Das Präsidium und die Antragsberatungskommission sind die zentralen Schaltstellen für die Regie des Parteitages. Beide Gremien hatten einen riesigen Berg Arbeit zu leisten, was ihnen im Großen und Ganzen gelungen ist. Unzufrieden sind wir jedoch damit, wie zum Teil das Präsidium geführt wurde. Unausgewogene Redelisten, als GO-Antrag maskierte Wortmeldungen und allerlei Beeinflussungen der Stimmung waren leider keine Ausnahme.
Inakzeptabel war die öffentliche Demütigung Christa Müllers nach ihrer Abstimmungsniederlage beim familienpolitischen Antrag durch das Einspielen eines Songs mit dem Titel „Tschüss Mama“.
III. Debattenkultur entwickeln
Viele Kontroversen wurden durch eine intensive Debatte im Vorstand und Kompromissformulierungen im Leitantrag gedeckelt. Das war in Ordnung für einen Wahlparteitag, darf aber nicht zum Dauerzustand werden.
Die Familienpolitik war der einzige Bereich, in dem es im Ansatz eine innerparteiliche Klärung gegeben hat. In Bezug auf andere Fragen wurden keine Debatten organisiert: z.B. die China/Tibet-Frage, die Israel/Palästina-Frage, die Politik gegenüber bestimmten Gruppierungen im Iran, die strategische Bedeutung der Gewerkschaften/Lohnarbeit, der Kampf gegen Rassismus u.a.
Wenn politische Differenzen nicht geklärt werden, kann die Partei nicht daran wachsen, beschränkt das die Handlungsfähigkeit der LINKEN und kann uns in Superwahlzeiten um die Ohren fliegen. Denn der politische Gegner wird genau darauf zielen, um die LINKE zu schwächen.
Fazit und Konsequenzen
Mit dem verabschiedeten Leitantrag wurden politische Weichen für den Aufbau der LINKEN bis zur Bundestagswahl gestellt. Aber der weitere Weg der LINKEN wird kein Selbstläufer sein.
Oskar Lafontaine sagte, dass wir den Wind der Geschichte in unseren Segeln haben, es aber nicht genüge, über die Segel zu verfügen: „Die Kunst ist, sie setzen zu können.“
Wir streiten für eine Orientierung auf Klassenkampf und den Aufbau von Gegenmacht. Nach wie vor ist eine parlamentarische Grundausrichtung in der Partei weit verbreitet, das heißt, eine Perspektive, die politische Veränderungen durch die Gewinnung parlamentarischer Mehrheiten ansteuert. Auch nach diesem Parteitag gilt jedoch: Die Dynamik der LINKEN geht weiter, die Entwicklung ist nach wie vor offen.
Um den Leitantrag und die Kampagnen und Schwerpunkte mit Leben zu füllen und neue Mitglieder zu gewinnen, schlagen wir folgende sechs Orientierungspunkte vor:
1. DIE LINKE ist eine Partei, in deren Zentrum die Interessen der abhängig Beschäftigten, der Rentnerinnen und Rentner und der Erwerbslosen stehen. Dies ist ihr Alleinstellungsmerkmal gegenüber den Hartz-IV-Parteien.
2. DIE LINKE muss eine Antikriegspartei bleiben. Militärische Interventionen und Kriege dürfen kein Mittel der Politik sein. Afghanistan ist das zentrale Projekt des deutschen Imperialismus und zugleich seine Achillesverse. DIE LINKE ist gefordert – gemeinsam mit der Friedensbewegung – für den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan zu kämpfen und den 60. Jahrestag der NATO für eine große Mobilisierung und inhaltliche Auseinandersetzung zu nutzen.
3. Die aktive Solidarität mit den Beschäftigten und Menschen in sozialen und politischen Auseinandersetzungen ist die praktische Grundlage für die Politik der LINKEN. Verankerung heißt: Stärkung der Mitgliederbasis der Partei, Engagement in den Gewerkschaften, lokalen Initiativen gegen Privatisierung, gegen Rassismus etc.
4. Kampagnen für den gesetzlichen Mindestlohn, gegen Rentenkürzungen durch Heraufsetzung des Rentenalters auf 67 Jahre, gegen Privatisierung und gegen den Krieg in Afghanistan sind die Basis der Arbeit der LINKEN. Und sie helfen uns, die Verankerung in Gewerkschaften und anderen sozialen Bewegungen zu verstärken. Dabei schlagen wir die Brücke vom Lokalen zum Globalen und tragen dazu bei, Kampffähigkeit auch unter den Bedingungen wirtschaftlicher Krisen zu entwickeln.
5. Keine Fraktion ohne Aktion. Die Parlamentsfraktionen können einen wichtigen Beitrag zur Durchsetzung linker Politik leisten, wenn sie verwurzelt sind in den außerparlamentarischen Bewegungen und deren Stärkung zum Ziel haben.
6. Ein weiterer Pfeiler für die Arbeit der Parteigliederungen neben den Aktivitäten auf der Straße soll die politische Debatte und die Bildungsarbeit sein. Hierbei ist eine Orientierung nach außen und auf neue Mitglieder wichtig.
Von Christine Buchholz und Janine Wissler
Erschienen in marx21, Mai 2008

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