antimuslimischer Rassismus – Christine Buchholz https://christinebuchholz.de Tue, 09 Mar 2021 13:42:58 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.0.12 Schweiz: Burka-Verbot stigmatisiert muslimische Frauen https://christinebuchholz.de/2021/03/07/schweiz-burka-verbot-stigmatisiert-muslimische-frauen/ https://christinebuchholz.de/2021/03/07/schweiz-burka-verbot-stigmatisiert-muslimische-frauen/#respond Sun, 07 Mar 2021 13:37:38 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=14349 „Unter dem Deckmantel von Frauenrechten schürte die Kampagne antimuslimischen Rassismus,“ erkläre ich für die Linksfraktion im Bundestag. „Es ist bedauerlich, dass die Schweizer-Bevölkerung knapp für ein Burka-Verbot gestimmt hat. Die Kampagne „Ja zum Verhüllungsverbot“ wurde aus dem Umfeld der rechtspopulistischen, islamfeindlichen SVP, dem Egerkinger Komitee initiiert. Diese Gruppe hatte auch schon das antimuslimische Minarettverbot in der Schweiz durchgesetzt.

Die Argumentation, dass man die Burka tragenden Frauen schützen wolle, wird durch die Kampagne ad absurdum geführt, die eine verschleierte Frau auf Plakaten als Extremistin darstellte. Eines ist klar: Es geht den Initiatoren weder um die 30 betroffenen Frauen noch um weibliche Selbstbestimmung. Den Frauen, die gegen ihren Willen Burka oder Nikab tragen, hilft das Verbot überhaupt nicht. Es erschwert es ihnen, sich Hilfe zu holen. Jene, die sie aus freien Stücken tragen werden entmündigt und entrechtet. DIE LINKE ist gegen das Verbot von religiösen Kleidungsstücken. Wir sind gegen den Zwang, den, sich verhüllen zu müssen, ebenso wie den Zwang, sich nicht verhüllen zu dürfen. Frauen müssen darüber selbst bestimmen dürfen. Ich erwarte, dass die Bundesregierung sich klar gegen den Beschluss in der Schweiz positioniert.“

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Kopftuchurteil: Starkes Signal gegen die Diskriminierung https://christinebuchholz.de/2020/08/28/kopftuchurteil-starkes-signal-gegen-die-diskriminierung/ https://christinebuchholz.de/2020/08/28/kopftuchurteil-starkes-signal-gegen-die-diskriminierung/#respond Fri, 28 Aug 2020 08:38:35 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=13890 „Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat ein wichtiges Urteil zum Schutz von muslimischen Frauen vor Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt gefällt“, erkläre ich für die Fraktion DIE LINKE im Bundestag zur  Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 27. August 2020, das der Klage einer muslimischen angehenden Lehramtsbewerberin mit Kopftuch gegen das Land Berlin Recht gegeben hatte.

„Das Urteil ist ein wichtiges Signal gegen die Vorverurteilung und Stigmatisierung von muslimischen Frauen mit Kopftuch. Es kann Beschäftigte ermutigen, gegen die Diskriminierung aufgrund von Herkunft oder Religion vorzugehen – ob in der Privatwirtschaft oder bei öffentlichen Arbeitgebern. Denn muslimische Frauen mit Kopftuch werden bei der Arbeitssuche um ein Vielfaches häufiger abgelehnt als Frauen ohne sichtbares muslimisches Symbol.

Nun müssen in Berlin und in anderen Ländern, in denen es diskriminierende Kopftuchverbote in Bereichen des öffentlichen Dienstes gibt, die Konsequenzen gezogen werden. Für DIE LINKE widerspricht die individuelle Religionsfreiheit von Beschäftigten nicht der Neutralität des Staates – anders als das Kreuz an der Wand in bayrischen Behörden.

Das Gericht argumentierte, dass ein generelles Verbot religiös geprägter Kleidungsstücke ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Religionsfreiheit sei. Das Gericht erkannte an, dass die klagende muslimische Bewerberin eine unmittelbare Diskriminierung wegen ihrer Religion erfahren hatte.“

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Bundestag muss antimuslimischen Rassismus ächten https://christinebuchholz.de/2020/06/30/bundestag-muss-antimuslimischen-rassismus-aechten/ https://christinebuchholz.de/2020/06/30/bundestag-muss-antimuslimischen-rassismus-aechten/#respond Tue, 30 Jun 2020 15:14:02 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=13804 Am 1. Juli jährt sich der islamfeindliche, rassistische Mord an der muslimischen Apothekerin Marwa El Sherbini im Dresdener Landgericht zum elften Mal.
Zur bundesweiten Aktionswoche gegen antimuslimischen Rassismus #keinPlatzfürHass und zum morgigen Tag gegen antimuslimischem Rassismus erkläre ich als religionspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:

Rassistische Gewalt, Hass und Diskriminierung aufgrund ihrer Religion oder ihrer Herkunft erleben Muslime in Deutschland tagtäglich.
Im Jahr 2019 wurden 950 islamfeindliche Straftaten gemeldet. Die Dunkelziffer ist weitaus höher, weil viele Übergriffe aufgrund schlechter Erfahrungen mit der Polizei gar nicht erst gemeldet werden.
Muslime erfahren Diskriminierung in der Schule, an Universitäten, auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt oder auf Ämtern. Muslimische Frauen sind besonders betroffen, sie melden die Mehrzahl der Diskriminierungen. Das ist die Folge der jahrelangen stigmatisierenden Debatten in Medien und Politik über Frauen mit muslimischen Kopftüchern und den Islam.

DIE LINKE unterstützt Forderungen von Betroffenen und Antidiskriminierungsstellen. Der gesetzliche Diskriminierungsschutz in Deutschland ist dringend zu verbessern und auch auf staatliche Organe auszuweiten. Denn antimuslimische Diskriminierungen durch Polizei, Jobcenter, Arbeitsagenturen, Justiz sind nicht hinnehmbar.
Eine Ächtung von antimuslimischem Rassismus durch den Bundestag und eine vom Bundestag eingesetzte unabhängige Expertenkommission zum Thema sind überfällig.

Der Bundestag muss dem Generalverdacht gegenüber Muslimen entgegentreten, antimuslimischer Rassismus entschlossen bekämpfen. Die Gleichberechtigung muslimischer Religionsgemeinschaften mit christlichen und anderen Religionsgemeinschaften ist überfällig.
Anstatt der Hetze der AfD und bis in die Mitte der Gesellschaft verbreiteten Vorurteilen nachzugeben, müssen Bund und Länder Schritte der Anerkennung einleiten.

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Antimuslimischer Rassismus und Diskriminierung von Muslimen in Deutschland – Anforderungen an die Politik https://christinebuchholz.de/2020/06/30/antimuslimischer-rassismus-und-diskriminierung-von-muslimen-in-deutschland-anforderungen-an-die-politik/ https://christinebuchholz.de/2020/06/30/antimuslimischer-rassismus-und-diskriminierung-von-muslimen-in-deutschland-anforderungen-an-die-politik/#respond Tue, 30 Jun 2020 14:36:51 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=13820

Die Zahl geht aus einer Großen Anfrage der LINKEN hervor. Deren Fazit allerdings war ernüchternd: Die Bundesregierung formuliert keine klare Strategie zur Bekämpfung von Antimuslimischen Rassismus und Diskriminierung. Im Fachgespräch wurden daher die unterschiedlichen Dimensionen von antimuslimischem Rassismus und Diskriminierung dargestellt und Schlussfolgerungen und Anforderungen an die Politik beraten.

 

Die Abgeordneten Gökay Akbulut, Christine Buchholz und Ulla Jelpke stellten zunächst die für die LINKE entwickelten Forderungen an die Bundesregierung vor. Aus innenpolitischer Sicht sprach sich Ulla Jelpke gegen Repression gegen Musliminnen und Muslime aus. „Racial Profiling durch die Polizei, die zahlreichen Razzien in Shishabars und die gegen Musliminnen und Muslime verhängte „Sippenhaft“ müssen gestoppt werden.“ Angesichts von Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, im Bildungssystem in staatlichen Einrichtungen forderte Gökay Akbulut, Sprecherin für Migrationspolitik, anonymisierte Bewerbungsverfahren: „Ich habe erlebt, wie Arbeitgeber junge Frauen mit Kopftuch bei der Ausbildungsplatzsuche ablehnen. Und wir brauchen eine Ausweitung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes auf staatliches Handeln, auf Jobcenter, Arbeitsagenturen und Krankenkassen.“ Die religionspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Christine Buchholz, kritisierte, dass Muslimen die Freiheit ihren Glauben zu leben, abgesprochen wird: „Wir müssen weg von der Kultur des Generalverdachts, hin zur Anerkennung der Vielfalt muslimischen Lebens.“

Im Anschluss diskutierten die Referenten und Referentinnen die vorgestellten Forderungen und formulierten Anforderungen an linke Politik. Um antimuslimischen Rassismus zu erkennen und zu ächten, forderte Rima Hanano von der Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit (CLAIM) daher die Einrichtung der Expertenkommission Islamfeindlichkeit noch in dieser Legislaturperiode. Beauftragte der Bundesregierung für Rassismus in seinen unterschiedlichen Formen als auch für antimuslimischen Rassismus seien notwendig.

Sindyan Qasem, Autor einer Studie zu diskriminierenden Auswirkungen von Antiterror- und Islamismus-Präventionsmaßnahmen, lenkte den Fokus auf das „verdeckte und kaschierte rassistische Handeln“ des Staates. Für Linke ergebe sich daraus folgender Grundsatz: „Der Schutz aller Menschen – unabhängig von Religiosität und auch unabhängig von politischen Ansichten – vor staatlicher Willkür, Kriminalisierung und Verfolgung muss Ziel linker Politik sein.“

Gabriele Boos-Niazy vom Aktionsbündnis muslimischer Frauen berichtete, wie muslimische Frauen, die Kopftuch tragen, in ihrer beruflichen Existenz bedroht seien, wenn der Gesetzgeber de facto Berufsverbote ausspreche wie beim Kopftuchverbot für Lehrerinnen. Sie mahnte an: „Politisches Handeln findet nicht im luftleeren Raum statt. Ein Großteil der Diskriminierung kommt von staatlicher Seite (.) Diskriminierung beim Zugang zum Beruf muss Thema der ganzen Gesellschaft werden.“ Zwischen verfassungsrechtlicher Theorie und Praxis klaffe eine Lücke. Sie kritisierte, dass mehrere Bundesländer nun Kopftuchverbote für Justizangestellte einführten oder bereits eingeführt haben.

Für den Kampf gegen antimuslimischen Rassismus schlussfolgerte Said Barkan vom Zentralrat der Muslime: „Muslime sind Teil dieser Gesellschaft (ob als Geflüchtete oder schon seit Jahrzehnten hier), ihnen muss Gleichberechtigung zuteilwerden. Unsere Perspektive sollte sein: Der Kampf für Art. 1 und 3 des Grundgesetzes.“ Artikel 1 schützt die Menschenwürde und Artikel 3 gegen Benachteiligung aufgrund von Geschlecht, Herkunft und Glauben und weiteren Merkmalen. Auch Staatsrechtler Prof. Dr. Hans Markus Heimann wies auf die Neutralität des Grundgesetzes hinsichtlich des Verhältnisses von Staat und Religion hin. Die Ausgestaltung durch die Handelnden in Verwaltung, Justiz und Politik werfe allerdings Probleme auf. Hanna Attar von der Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit erklärte, der Islam und Muslime werden nicht als Teil der Gesellschaft anerkannt, deshalb werde auch antimuslimischer Rassismus nicht  als solcher erkannt und es gäbe es auch keine klaren Strategien zu dessen Bekämpfung. Muslimische Organisationen sollten Unterstützung bekommen für das Empowerment von Musliminnen und Muslime.

Es kristallisierte sich eine gemeinsame Problemanalyse heraus: Muslime und Musliminnen sind nicht als Teil der Gesellschaft anerkannt, sondern werden von Politik und Medien mit einem Generalverdacht belegt und als Sicherheitsrisiko dargestellt. Es gibt einen strukturellen und institutionellen antimuslimischen Rassismus. Dadurch wird Musliminnen und Muslimen die Gleichbehandlung – die ihnen durch das Grundgesetz zugesichert ist – verwehrt. Diese muss eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein und kann nicht alleine bei den Betroffenen liegen. Auch überparteiliche Bündnisse im Kampf gegen antimuslimischen Rassismus seien wichtig. Rassismus diene auch der Ablenkung und Spaltung der Bevölkerung.

Die Bundestagsabgeordneten begrüßten, dass Verbände, selbstorganisierten Gruppen, NGOs und Gemeinden selbstbewusst auf die LINKE zugehen. Einig waren sich die Teilnehmenden, es sei lange überfällig, dass der Bundestag antimuslimischen Rassismus endlich ächte, Diskriminierungsschutz verbessern und der Ankündigung der Bundesregierung einer Unabhängigen Expertenkommission Islamfeindlichkeit auch die Einberufung durch den Bundestag folge.

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Schächten: Regelungen für jüdische und muslimische Gemeinden verteidigen https://christinebuchholz.de/2019/10/17/schaechten-regelungen-fuer-juedische-und-muslimische-gemeinden-verteidigen/ https://christinebuchholz.de/2019/10/17/schaechten-regelungen-fuer-juedische-und-muslimische-gemeinden-verteidigen/#respond Thu, 17 Oct 2019 09:19:58 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=13375 Ich dokumentiere hier eine Antwort an eine Bürgerin, die forderte, ich solle mich gegen das betäubungslose Schächten aussprechen:

Ich gestehe Ihnen zu, dass Sie sich – anders als andere Kritikerinnen und Kritiker des Schächtens – tatsächlich um die Tiere sorgen und dass Sie den Tierschutz nicht für eine rechte, antisemitische oder antimuslimisch-rassistische Ideologie missbrauchen wollen.

Trotz aller Bedenken, die Sie vortragen, möchte ich meine Gründe gegen das Schächtverbot vorbringen und die Ausnahmeregelungen für jüdische und muslimische Schlachter im Namen der Religionsfreiheit verteidigen.

Schächten ist in Deutschland verboten. Es gibt Ausnahmeregelungen für Juden und seit 1996 auch für Muslime. Die AfD will diese Ausnahmen aufheben. „Die AfD lehnt das qualvolle betäubungslose Schächten von Tieren als unvereinbar mit dem Staatsziel Tierschutz ab.“

Die AfD sucht sich gezielt einen einzelnen Aspekt der Schlachtindustrie heraus, weil sie damit antimuslimischen Rassismus und Antisemitismus stärken kann. Es ist ein Mythos, dass andere Schlachtmethoden weniger Schmerzen und Angstzustände für die Tiere bedeuten. Besonders in der Kritik steht die CO2-Betäubung von Schweinen, die in Deutschland millionenfach angewandt wird. Damit hat die AfD keine Probleme. Die AfD bekennt sich in ihrem Grundsatzprogramm auch ausdrücklich sehr positiv zur Jagd – obwohl Jäger bekanntlich auch nicht betäuben und Tiere häufig nur angeschossen werden und qualvoll verenden.

Für die meisten islamischen und jüdischen Gemeinden in Deutschland ist die betäubungslose Schächtung wesentlicher Bestandteil ihrer Religionsausübung und gehört zum lebendigen Inhalt ihrer Glaubenspraxis. Von daher sind die Ausnahmeregelungen für jüdische und muslimische Schlachter zu verteidigen

Im Übrigen erinnert die Forderung nach einem kompletten Schächtverbot an das Vorgehen der NSDAP, die den Tierschutz für die antisemitischen Ziele des Regimes missbrauchte. Unter dem Vorwand des Tierschutzes verbot die NSDAP 1933 das Schächten und bestrafte es mit Gefängnis – später auch mit Haft im Konzentrationslager. „Tierliebe und Menschenverachtung waren in der NS-Ideologie kein Widerspruch.“ schrieb Helene Heise im SPIEGEL.

 

Auch die aktuelle Debatte der CDU Niedersachsen über ein komplettes Schächtverbot und ein Ende der Ausnahmeregelungen kommt ursprünglich von der AfD. Die CDU Niedersachsen möchte muslimischen Schlachtern das Schächten von jährlich rund 200 Schafen und Ziegen zum Opferfest untersagen. Das hat zu Protesten des Zentralrats der Juden und muslimischer Verbände geführt, die ich unterstütze.

Es gibt viele Missstände in der deutschen Fleischindustrie: von der Massentierhaltung und den Tiertransporten über die Arbeitsbedingungen bis zum Dumping-Export von billigem Fleisch auf andere Kontinente. Obwohl der Fleischkonsum in Deutschland rückgängig ist, produziert die Fleischindustrie immer mehr Fleisch unter den angesprochenen Bedingungen.

Jede Form des Schlachtens ist eine Überwältigung des Tieres. Ich finde nicht, dass diese zahlenmäßig wenig bedeutsamen Ausnahmeregelungen für das rituelle Schächten, diese tierquälenden Bedingungen in der deutschen Fleischwirtschaft oder bei der Jagd legitimieren, wie Sie es annehmen. Im Gegenteil: Das Schächtverbot entlastet die Fleischindustrie, weil es suggeriert, nur Schächten sei Tierquälerei, ansonsten ist gäbe es keine Tierquälerei in der Fleischindustrie.

Ein Schächtverbot ohne Ausnahmeregelungen für jüdische und muslimische Betriebe ist politisch problematisch, weil es das gesellschaftliche Signal sendet, Juden und Muslime seien Tierquäler. Genau das ist in den Niederlanden passiert, wo 2011 ein Schächtverbot unter Protest von Juden und Muslimen eingeführt wurde.

Religionen gleich zu behandeln heißt auch, die Religionsfreiheit jeder Religion anzuerkennen. Es gilt das Selbstbestimmungsrecht der Religionen, d.h. Religionsgemeinschaften können aus sich heraus Veränderungen vornehmen, aber der Staat sollte sich nicht einmischen. Deshalb verteidigt DIE LINKE die Ausnahmeregelungen für jüdische und muslimische Gemeinden. Muslimische Schlachter wenden die Elektrokurzzeitbetäubung für die Halal-Schlachtung an. Jüdische Riten schreiben die betäubungslose Schächtung vor und auch muslimische Schlachter schächten in Deutschland – wie z. B. zum Opferfest.

In Frankreich und anderen europäischen Staaten existiert kein Schächtverbot. Als es für muslimische Schlachter vor 1996 noch keine Ausnahmeregelungen gab, wurden die Tiere dann zum Schächten exportiert und das Fleisch wiedereingeführt.

 

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Antimuslimischer Rassismus und Diskriminierung von Muslimen in Deutschland https://christinebuchholz.de/2019/09/26/antimuslimischer-rassismus-und-diskriminierung-von-muslimen-in-deutschland/ https://christinebuchholz.de/2019/09/26/antimuslimischer-rassismus-und-diskriminierung-von-muslimen-in-deutschland/#respond Thu, 26 Sep 2019 13:29:43 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=13362 Für die Linksfraktion im Bundestag habe ich eine Große Anfrage an die Bundesregierung zum Thema „Antimuslimischer Rassismus und Diskriminierung von Muslimen in Deutschland“ erarbeitet.

Antimuslimischer Rassismus und Diskriminierung von Muslimen haben in den vergangenen Jahren in Deutschland massiv zugenommen. Während sich im Jahr 2014 36,5 Prozent der Befragten dafür aussprachen, Musliminnen und Muslimen die Zuwanderung nach Deutschland zu untersagen, ist der Anteil 2018 auf 44,1 Prozent der Befragten gestiegen (Leipziger Autoritarismus-Studie 2018, S. 101). Auch die aktuelle Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung belegt den Anstieg antimuslimischer Einstellungen.  DIE LINKE möchte mit dieser Großen Anfrage eine Bestandsaufnahme der Diskriminierung von Musliminnen und Muslimen in verschiedenen Lebensbereichen des Alltags in Deutschland machen.

PDF Antimuslimischer Rassismus und Diskriminierung von Muslimen in Deutschland

Wir fragen danach, wie sich die Bundesregierung zur Benachteiligung in der Bildung, auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt, bei Behörden und bei der Bundeswehr und durch Polizei und Verfassungsschutz positioniert. Wir erkundigen uns nach den Möglichkeiten und Grenzen der Betroffenen gegen Diskriminierung vorzugehen und Lücken im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. Wir möchten wissen welche Erkenntnisse der Bundesregierung zu antimuslimischem Rassismus, zu Gewalttaten, zu Anschlägen auf Moscheen, zur Diskriminierung von kopftuchtragenden Frauen, zu Islamfeindlichkeit im Internet, zum negativen Islambild in den öffentlichen Medien hat und welche Lehren sich aus dem Antisemitismusbericht zu antimuslimischem Rassismus ergeben.

Zudem fragen wir die Bundesregierung zum Stand der Religionsfreiheit in Deutschland und der Umsetzung der Gleichberechtigung der Muslime als Religionsgemeinschaft. Uns interessiert, was die Bundesregierung an konkreten Maßnahmen umsetzen möchte, um der Diskriminierung von Muslimen und dem antimuslimischen Rassismus entgegenzuwirken und ob sie plant, einen Expertenkreis zu antimuslimischem Rassismus oder eine Stelle für einen oder eine Beauftragte gegen antimuslimischen Rassismus einzurichten.

Uns ist wichtig, dass antimuslimischer Rassismus endlich von der Politik ernst genommen wird und entschlossen dagegen vorgegangen wird.

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Weltweit gegen Rassismus nach den Anschlägen von Christchurch https://christinebuchholz.de/2019/03/21/weltweit-gegen-rassismus-nach-den-anschlaegen-von-christchurch/ Thu, 21 Mar 2019 10:44:35 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=7007 Ich dokumentiere hier meine Rede auf dem Kundgebung von Aufstehen gegen Rassismus anlässlich des weltweiten Aktionstags gegen Rassismus am 16. März in Frankfurt am Main.
Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Frankfurterinnen und Frankfurter,
Vielen Dank, dass ihr heute da seid. Wir sind Teil einer weltweiten Bewegung gegen Rassismus. Es wird heute in 70 Städten unter dem Hashtag #worldagainstracism demonstriert. Und auch wegen der schrecklichen Terroranschläge auf zwei Moscheen wird es heute noch an vielen Orten weitere Demonstrationen geben.
Wir sind geschockt von den Anschlägen auf die beiden Moscheen in Christchurch, Neuseeland.
Wir sind bei den Opfern, bei den Angehörigen und den Freundinnen der Toten und Verletzten.

Der Täter war ein Rassist, ein bekennender Faschist.
Die Triebfeder für seine blutige Tat war der unbändige Hass auf Muslime.
Er war von einer Wahnvorstellung getrieben, die er „Bevölkerungsaustausch“ nennt, getrieben davon, dass „die Weißen“, die Europäer von „den Muslimen“, den Nicht-Europäern, verdrängt werden. Diese Wahnvorstellung gipfelt in seinem Pamphlet in Ausdrücken wie dem „Völkermord an den Weißen“. Diese Wahnvorstellung hat ihn zu seiner Bluttat getrieben.
Der Mörder von Christchurch ist aber kein Einzeltäter. Er teilt ein rassistisches und faschistisches Weltbild mit der extremen Rechten in aller Welt.
Und dieses Weltbild ist auch in Deutschland präsent. In rechten Zirkeln und Bewegungen der extremen Rechten und der sogenannten „Neuen Rechten“.
Und die sitzt im Bundestag und inzwischen in allen Landtagen und heißt AfD.
Denn wenn Alexander Gauland, der Fraktionsvorsitzende der AfD, im Zusammenhang mit dem Familiennachzug von syrischen Geflüchteten von „Bevölkerungsaustausch, der auf Hochtouren läuft“ spricht,
und wenn ein Björn Höcke von der AfD als „letzte evolutionäre Chance für unser Vaterland“ spricht und damit eigentlich meint und impliziert, dass im Zweifel diese Gesellschaft auch mit Gewalt verändert werden soll,
und wenn ein Jörg Meuthen, Parteivorsitzender und Spitzenkandidat der AfD zur Europawahl, sagt: „wir müssen unser Land zurückerobern“, dann bedienen sie dieselben rassistischen und neofaschistischen Denkmuster wie der Attentäter von Christchurch, dann sind sie geistige Attentäter.
Es ist aber nicht nur die extreme Rechte, die eine Mitverantwortung für rassistische Gewalt trägt. Islamfeindlichkeit ist in der Gesellschaft fest verankert. Sie wird legitimiert von Politikerinnen und Politikern, die behaupten, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, von den Teilen der Medien, die Muslime unter Generalverdacht stellen und sie in ihrer Berichterstattung in Verbindung bringen ausschließlich mit Gewalt und Terror.
Und aber auch von einer Mehrheitsgesellschaft, die sich nicht solidarisiert, wenn Muslime auf offener Straße angegriffen oder diffamiert werden. Auch das trägt dazu bei, dass dieser Hass und diese Gewalt legitimiert werden.
Heute gehen Menschen in vielen Teilen der Welt gegen Rassismus und Faschismus auf die Straße.
Und auch wir stehen hier an der Seite der Opfer von Christchurch und an der Seite von Muslimen hier in Deutschland, die in Sorge vor alltäglichem Rassismus und rechtem Terror leben.
Wir stehen für eine Welt, in der alle Menschen friedlich zusammenleben können, unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion oder sexuellen Orientierung.
„Aufstehen gegen Rassismus“ ist ein bundesweites Bündnis, das sich den Kampf gegen Rassismus auf die Fahnen geschrieben hat. Wir starten mit dem heutigen internationalen Tag gegen Rassismus auch unsere Kampagne zur Europawahl. Wir sagen: „Wer AfD wählt – wählt Nazis – deine Stimme gegen die AfD“.
Und wir laden euch alle ein, uns zu unterstützen, eine gemeinsame Aufklärungskampagne und Mobilisierungskampagne zu den Europawahlen zu starten und gemeinsam mit uns und mit vielen anderen am 19.5. auf die Straße zu gehen. Denn es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass Rassisten und Faschisten keine Mehrheiten gewinnen können und die Mehrheit sichtbar zu machen. Die Mehrheit, die klar und deutlich gegen Rassismus steht und der Meinung ist, dass wir eine vielfältige Gesellschaft brauchen, in der es keinen Hass und keine Ausgrenzung geben darf. Danke, dass ihr da seid und wir wünschen euch heute eine gute Kundgebung.
Vielen Dank.

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Nach Christchurch: Islamfeindlichkeit in Deutschland ernst nehmen und ihr entgegentreten https://christinebuchholz.de/2019/03/18/nach-christchurch-islamfeindlichkeit-in-deutschland-ernst-nehmen-und-ihr-entgegentreten/ Mon, 18 Mar 2019 13:44:42 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=7005 „Wer Islamfeindlichkeit verharmlost, hat nichts aus dem Massaker von Christchurch gelernt“, erkläre ich für die Fraktion DIE LINKE, angesichts der Äußerungen von Bundesinnenminister Horst Seehofer, es gebe kein islamfeindliches Klima in Deutschland.

„Der antimuslimische Rassismus hat in Deutschland massiv zugenommen. Angesichts dessen sind Seehofers Äußerungen zur Islamfeindlichkeit verharmlosend. Es werden im Schnitt zwei islamfeindliche Straftaten pro Tag gemeldet, viele betreffen Moscheegemeinden. Die Zahl der Körperverletzungen gegen Muslime hat zugenommen. Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher liegt.

Seit Jahren erleben wir islamfeindliche Straßenmobilisierungen. Mit der AfD ist eine Partei in den Bundestag eingezogen, die täglich gegen Muslime hetzt.
Auch in Deutschland ermorden Neonazis gezielt Menschen: 2009 ermordete ein Rechtsextremer Marwa El Sherbini im Dresdner Landgericht, über Jahre hinweg konnte der NSU seine Mordtaten ausführen und 2016 ermordete ein Anhänger des norwegischen Rechtsterroristen Breivik neun migrantische Jugendliche in München.
Rechte Terrorzellen wie die Revolution Chemnitz, die Gruppe Freital oder extrem rechte Netzwerke in Bundeswehr und Polizei sind eine ernsthafte Bedrohung.
Von Entwarnung kann keine Rede sein. Antimuslimischer Rassismus muss entschlossen bekämpft werden. Innenminister Seehofer hat mit seiner Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, Öl ins Feuer der AfD und der Neonazis gegossen.“

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Solidarität ist unteilbar. Antirassismus-Konferenz der Linksfraktion https://christinebuchholz.de/2019/03/06/solidaritaet-ist-unteilbar-antirassismus-konferenz-der-linksfraktion/ Wed, 06 Mar 2019 09:14:25 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=6998 Ich dokumentiere hier meine Einleitung als Sprecherin für Religionspolitik für „Solidarität ist unteilbar. Antirassismus-Konferenz der Linksfraktion“ am 1.3.2019 im Paul-Löbe-Haus.

Auch von mir ein herzliches Willkommen zur Konferenz „Solidarität ist unteilbar“ der Linksfraktion im Bundestag.
Warum so eine Konferenz in den Räumen des Bundestages? Wir erleben hier in jeder Sitzungswoche rassistischen Debatten – verstärkt seit dem Einzug der AfD in den Bundestag. Es gibt kein Thema, dass die AfD nicht rassistisch wendet – ob Obdachlosigkeit oder Frauenrechte – immer gibt es die Schuldzuweisung an Geflüchtete und Muslime.Immer wieder nutzt die AfD die Religion, bzw. das Vorurteil über einzelne Religionen – insbesondere den Islam, um Sündenböcke zu schaffen. Das findet sich in Reden zu allen möglichen Themen und zum Beispiel auch in Debatten und Anträgen zum Verbot der Vollverschleierung sowie dem de facto Verbot des Koran.
Antisemitismus ist präsent bei einer Fraktion, deren Vorsitzender die Verbrechen des deutschen Faschismus und damit den Holocaust relativiert. Bei einer Partei, die Antisemiten wie Wolfgang Gedeon in ihren Reihen duldet.

Die Debatten im Bundestag sind nur die Spitze des Eisbergs. Es spiegelt sich in der Gesellschaft wider. Rassismus nimmt zu.
Millionen Menschen sind im Alltag mit Rassismus konfrontiert – in der Schule, auf der Arbeit, bei der Wohnungssuche.

Rassistische Gewalt nimmt zu: In Chemnitz wurden nach dem Nazi-Aufmarsch migrantisch aussehende Menschen auf offener Straße gejagt und ein jüdisches Restaurant angegriffen, später zwei persische und ein türkisches. In Berlin wurden vor drei Wochen drei muslimische Mädchen an einem Tag angegriffen, einem wurde das Kopftuch von Kopf gerissen. Und wir wissen: Die Dunkelziffer bei rassistischen Übergriffen ist enorm hoch.
Der Rassismus kommt nicht nur von ganz rechts. Er wird auch von bürgerlichen Politikern und einem Teil der Medien benutzt und befördert.
Wenn Innenminister Seehofer sagt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, dann befördert das antimuslimischen Rassismus, stärkt die AfD und legitimiert verbale oder tätliche Angriffe.

Wir weisen als LINKE Angriffe auf Musliminnen und Muslime, auf Jüdinnen und Juden und alle religiösen Minderheiten und auf alle anderen Minderheiten zurück. Wir halten dagegen, wenn sie zu Sündenböcken für gesellschaftliche Probleme und falsche Politik gemacht werden.
Wir fordern: Alle hier lebenden Menschen müssen gleiche Rechte haben. Das heißt auch, dass DIE LINKE diese Rechte verteidigt, beispielsweise das Recht auf Religionsfreiheit und die Rechte von Minderheiten in diesem Bereich.

Es ist die Verantwortung der Bundesregierung und der demokratischen Parteien, sich viel offensiver sich mit Rassismus in Deutschland in jeder Form auseinanderzusetzen, ihn zurückzuweisen und Schritte ihn zu bekämpfen. Lippenbekenntnisse reichen nicht aus!
DIE LINKE will dieser Verantwortung nachkommen. Auch mit dieser Konferenz. Nur wenn wir zusammen gegen Rassismus und Diskriminierung stehen, können wir überhaupt gemeinsam für eine andere Welt kämpfen.

Unsere Stärke liegt in der Solidarität – egal wen sie angreifen. Solidarität ist unteilbar.
Ich freue mich sehr auf die vielen tollen Referentinnen und Referenten und über die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ich wünsche uns allen eine gute und produktive Diskussion.

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Befragung der Bundesregierung zu Rassismus https://christinebuchholz.de/2019/02/13/befragung-der-bundesregierung-zu-rassismus/ Wed, 13 Feb 2019 13:32:34 +0000 http://christinebuchholz.de/?p=7039 In der Regierungsbefragung zum Menschenrechtsbericht frage ich Heiko Maas, was die Bundesregierung gegen antimuslimischen Rassismus machen will.
Leider geht Heiko Maas gar nicht konkret auf meine Frage ein. Es wird Zeit, das die Regierung endlich den Kampf gegen antimuslimische Gewalt und Diskriminierung gegen Muslime aufnimmt.

Christine Buchholz (DIE LINKE): Herr Maas, der Einsatz für Menschenrechte im Allgemeinen, Frauenrechte, aber auch Religionsfreiheit im Speziellen ist sehr wichtig, erfordert aber auch, dass man sich konsequent für die Einhaltung dieser Menschenrechte im eigenen Land einsetzt. Nun ist die Bundesregierung sowohl von den Vereinten Nationen während des UPR-Verfahrens, aber auch vom Deutschen Institut für Menschenrechte dafür kritisiert worden, dass es in Deutschland eine deutliche Zunahme von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gibt. Wir haben letzten Freitag erleben müssen, dass in Berlin drei junge muslimische Mädchen angegriffen worden sind; offensichtlich islamfeindliche Angriffe. Das ist meines Erachtens nur die Spitze des Eisberges, wenn man sich die Statistiken ansieht. Die Dunkelziffern in diesem Bereich sind sehr hoch. Wie erklären Sie sich diese Zunahme von islamfeindlichen Übergriffen und antimuslimischem Rassismus in Deutschland? Welche Schritte leitet die Bundesregierung ein, um diesem Rassismus und der Islamfeindlichkeit entgegenzutreten?

Heiko Maas, Bundesminister des Auswärtigen: Die Bundesregierung hat ganz bewusst in dem Menschenrechtsbericht, den wir heute im Kabinett beschlossen haben, auch die Lage in Deutschland analysiert und bewertet. Bedauerlicherweise sind diese Informationen nicht neu. Es ist eine Entwicklung der letzten Jahre, dass die Diskriminierung im Bereich Rassismus, aber auch die Diskriminierung von Religionsgemeinschaften zugenommen hat. Auch antisemitische Straftaten und Diskriminierungen haben zugenommen. Wir haben im letzten Jahr entschieden, einen Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung zu benennen. Die Bundesregierung drängt darauf, dass, wenn es sich um Straftaten handelt, diese konsequent verfolgt werden. Im Übrigen geht es nicht nur um die, die auf der Straße, sondern auch um die – das ist etwas sehr Besorgniserregendes –, die in der digitalen Welt, also den sozialen Netzwerken, verübt werden. Wir stellen insgesamt fest, dass oftmals Minderheiten die Leidtragenden der zunehmend stattfindenden Polarisierung in der politischen Debatte sind. Dagegen wenden wir uns in aller Form und auf allen Ebenen, wenn wir die Möglichkeiten dazu haben.

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