Für das Ende des Kriegs in Syrien – nur wie?

Debattenabend der SL Hessen mit Wolfgang Gehrcke und Christine Buchholz

Unser erster Debattenabend greift eine Meinungsverschiedenheit von Wolfgang Gehrcke/Harri Grünberg und Christine Buchholz auf. Darüber wollen wir diskutieren. Die Unterstützerinnen und Unterstützer der Sozialistischen Linken, alle Mitglieder der LINKEN und alle anderen Interessierten sind ganz herzlich eingeladen!

Wolfgang und Harri analysieren in ihrem Papier “Wie erneut eine Hoffnung zerstört wird – aus der Waffenruhe zurück in den Krieg?” vom 23.9.2016 den Zusammenbruch des Waffenstillstands in Syrien. Sie kritisieren die einseitigen Schuldzuweisungen an Damaskus und Moskau in Politik und Medien. Mit reaktionären islamistischen Gruppierungen wie IS und Al-Nusra-Front gebe es keine Perspektive für eine friedliche Entwicklung. Die fortwährende Allianz anderer Kräfte wie der “Freien Syrischen Armee” mit diesen Gruppierungen, und der zu geringe Druck von USA und EU, sich von diesen zu lösen, sei ein grundsätzliches Problem bei der Lösung des Konflikts.

In ihrem Widerspruch vom 28.9. stellt Christine fest, dass diese Analyse im Wesentlichen die russische Position wiedergebe. Grundproblem sei die Einmischung von Außen in den syrischen Konflikt. Es sei nicht die Aufgabe der Linken, für eine Seite der intervenierenden Mächte Partei zu ergreifen. Vielmehr müsse man sich an die Seite der Opfer der Bombardements stellen und einen Waffenstillstand ohne Vorbedingungen und ein sofortiges Ende der Luftangriffe fordern.

 

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