Feindbild Islam: Kampf der Kulturen oder Rassismus?

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung anlässlich des Kirchentags

Im Winter 2014/2015 demonstrierten Woche für Woche Tausende in Dresden und anderen Städten gegen die angebliche “Islamisierung des Abendlandes”. Infolge der Pegida-Demonstration nahm die Zahl der Übergriffe auf Flüchtlinge und Muslime um 130 Prozent zu.

100.000 Menschen demonstrierten bundesweit gegen Rassismus und für eine tolerante, weltoffene Gesellschaft. Im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern von Juden, Christen, Muslimen und Sozialisten wollen wir diskutieren: Was bedeutet es, wenn das demokratische Zusammenleben in einer pluralen, multireligiösen Gesellschaft zunehmend in Frage gestellt wird?  Wie reagieren Juden, Christen, Muslime und Sozialisten darauf, dass Armut Prozesse von gesellschaftlicher Ausgrenzung und Isolation produziert? Kann man noch von einer humanistischen Grundeinstellung der reichen Industrieländer reden, wenn Millionen Menschen in der Welt  in Armut leben unter denen Millionen Mitglieder der genannten Religionen sind? Wie können wir wachsender Islamfeindlichkeit und Antisemitismus entgegenwirken?

Was aber heißt heute Demokratie und demokratische Gestaltung speziell unter aktiver Mitwirkung der Vertreterinnen und Vertreter  von Religionsgemeinschaften, wie denen der Juden, Christen und Muslime? Was muss der Beitrag von Linken in diesen Auseinandersetzungen sein?

Mit:

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime (angefragt)

Gesa Ederberg, Rabbinerin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin (angefragt)

Christine Buchholz, religionspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag

Programm der Rosa-Luxemburg-Stiftung zum Kirchentag

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