Deutschland und der Drohnenkrieg

Veranstaltung von Die Linke Rodgau

Kampf- und Aufklärungsdrohnen werden seit einigen Jahren vor allem von der US-Armee zur Bekämpfung ihrer Gegner in entlegenen Regionen der Erde verwendet. Die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung sind verheerend.

Drohnen ermöglichen die Kriegsführung ohne kostspieligen und riskanten Einsatz von eigenen Soldaten und senken damit die Schwelle zur Beteiligung an Kriegen.

Kampfdrohnen werden auch dazu benutzt, außergesetzliche Hinrichtungen durchzuführen. Um die geheimen “Todeslisten” zusammenzustellen und die Opfer zu lokalisieren, werden Erkenntnisse der Überwachung durch die Geheimdienste genutzt – die schlimmste Folge, die die weltweite Ausspähung für einen Menschen und seine Nachbarschaft haben kann. Auch im Dagger Complex bei Darmstadt werden Daten für solche mörderischen Willkürakte gesammelt.

Als Referentin konnten wir Christine Buchholz gewinnen. Sie ist Bundestagsabgeordnete von Die Linke und Mitglied im Verteidigungsausschuss, hat Kontakte in Länder, die vom Drohnenkrieg betroffen sind, warnt vor der automatisierten Kriegführung mit Drohnen und kämpft gegen die Anschaffung solcher Kriegsgeräte durch die Bundeswehr. Sie wird von der parlamentarischen Auseinandersetzung berichten und auf den Zusammenhang zwischen Drohnenkrieg und weltweiter Überwachung eingehen. Danach hoffen wir auf eine spannende Diskussion.

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