Die deutsche Außenpolitik auf dem Prüfstand: Soll die Bundeswehr global eingreifen?

Eine Initiative von Politikern fordert eine neue Ausrichtung der deutschen Außenpolitik, um der Verantwortung des Landes bei der Stabilisierung der Weltordnung gerecht zu werden. Selbst wenn Auslandseinsätze der Bundeswehr nötig sind. Dient eine solche Politik der Friedenssicherung?

Es war ein Vortrag mit Sprengkraft: Bundespräsident Joachim Gauck forderte bei seiner Eröffnungsrede der Münchener Sicherheitskonferenz eine verantwortungsvollere Außenpolitik, die der Rolle Deutschlands in der Welt gerecht wird. Eine Politik, die auch vor militärischen Mitteln nicht zurückschreckt. Schließlich profitiere Deutschland als Exportnation massiv von einer stabilen Weltordnung; da sei es auch angebracht, weniger wegzusehen.
Diese Rede des Bundespräsidenten war abgestimmt mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier und mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Brauchen wir eine neue Außenpolitik, die im Notfall auch militärischen Optionen einkalkuliert?

Redaktion: Ulrich Horstmann

Moderation: Randi Crott

Gäste: Markus Kaim, Politikwissenschaftler, Stiftung Wissenschaft und Politik

“Deutschland muss in einer globalisierten Welt mehr Verantwortung übernehmen – wenn nötig, auch mit Hilfe der Bundeswehr.”

Christine Buchholz, Mdb, Verteidigungspolitische Sprecherin der Linksfraktion

“Die Bundeswehr soll zu einem globalen Instrument der deutschen Außenpolitik werden – das ist der falsche Weg.”

Der Eintritt ist frei.

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