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	<title>Christine Buchholz &#187; Nein zum Krieg</title>
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	<description>Friedenspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.</description>
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		<title>Ein Mandat zur ungehemmten Fortsetzung des Krieges</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 10:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nein zum Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 26. Januar hat der Bundestag die Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan beschlossen. Anders als in vielen Medien suggeriert, enthält das neue Mandat keinerlei Abzugsdatum. Für 2012 ist der Abbau einer flexiblen Reserve vorgesehen, die ohnehin in Afghanistan nicht genutzt wird. Bis zum Jahresende wird das Afghanistan-Kontingent der Bundeswehr um 100 Soldaten reduziert &#8211; wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 26. Januar hat der Bundestag die Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan beschlossen. Anders als in vielen Medien suggeriert, enthält das neue Mandat keinerlei Abzugsdatum. Für 2012 ist der Abbau einer flexiblen Reserve vorgesehen, die ohnehin in Afghanistan nicht genutzt wird. Bis zum Jahresende wird das Afghanistan-Kontingent der Bundeswehr um 100 Soldaten reduziert &#8211; wenn &#8220;es die Lage zulässt&#8221;. <a title="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2012/01/Persönliche-Erklärung-ISAF-Abstimmung-Buchholz.pdf" href="http://"></a></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><a title="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2012/01/Persönliche-Erklärung-ISAF-Abstimmung-Buchholz.pdf" href="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2012/01/Persönliche-Erklärung-ISAF-Abstimmung-Buchholz.pdf">Hier</a></span> findet ihr meine persönliche Erklärung, warum ich dem Einsatz nicht zugestimmt habe. DIE LINKE war die einzige Fraktion, die geschlossen gegen die Verlängerung des Kriegseinsatzes gestimmt hat. Die große Mehrheit der SPD hat mit der Regierung für den Krieg votiert, die Grünen waren heillos zerstritten. Wie hat der Vertreter eures Wahlkreises abgestimmt? <a href="../wp-content/uploads/2012/01/ISAF-Mandat_Namentliche-Abstimmung_Abgeordnetenliste.pdf">Hier</a> könnt ihr die Liste des persönlichen Abstimmungsergebnisses herunterladen.</p>
<p>DIE LINKE hat zusätzlich einen Entschließungsantrag gegen die Beteiligung der Bundeswehr an den von der NATO in Afghanistan verübten &#8220;gezielten Tötungen&#8221; eingebracht. Den Antrag findet ihr <a title="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2012/01/Entschließungsantrag_LINKE_gezielte-Tötungen-in-AFG.pdf" href="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2012/01/Entschließungsantrag_LINKE_gezielte-Tötungen-in-AFG.pdf">hier</a>. Die Abgeordneten der Linken waren die einzigen, die für diesen Antrag und damit gegen diese Mordpraxis gestimmt haben. Fast alle anderen haben mit Nein gestimmt und sich persönlich mitschuldig an Verbrechen gemacht. Mit einer Ausnahme&#8230; in der <a title="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2012/01/Gezielte-Tötungen-Antrag-LINKE_Namentliche-Abstimmung_Abgeordnetenliste.pdf" href="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2012/01/Gezielte-Tötungen-Antrag-LINKE_Namentliche-Abstimmung_Abgeordnetenliste.pdf">Abstimmungsliste </a>könnt ihr den letzten pazifistischen Abweichler unter den Abgeordneten der Grünen entdecken.</p>
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		<title>Solidarität mit den Unterdrückten, nicht mit den Unterdrückern</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 10:02:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nein zum Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Antikriegspartei]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die regierende Koalition aus CDU/CSU und FDP haben im Bundestag am 19. Januar 2012 eine Aktuelle Stunde anberaumt, um die LINKE öffentlich als Verbündete des syrischen Assad-Regimes zu diffamieren. Tatsächlich haben die Regierungen Schröder und Merkel selbst Assad jahrelang hofiert. Dies habe ich in einer Stellungnahme unter dem Titel &#8220;Solidarität mit der Revolution &#8211; Nein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die regierende Koalition aus CDU/CSU und FDP haben im Bundestag am 19. Januar 2012 eine Aktuelle Stunde anberaumt, um die LINKE öffentlich als Verbündete des syrischen Assad-Regimes zu diffamieren. Tatsächlich haben die Regierungen Schröder und Merkel selbst Assad jahrelang hofiert. Dies habe ich in einer Stellungnahme unter dem Titel &#8220;Solidarität mit der Revolution &#8211; Nein zu westlicher Intervention&#8221; deutlich gemacht, die ihr auf dieser Webseite <a href="http://christinebuchholz.de/2012/01/18/syrien-solidaritat-mit-der-revolution-–-nein-zu-westlicher-intervention/">hier</a> findet.</p>
<p>Werner Pirker nahm dies in seiner <a title="http://www.jungewelt.de/2012/01-21/003.php?sstr=buchholz" href="http://www.jungewelt.de/2012/01-21/003.php?sstr=buchholz">Kolumne</a> in der &#8220;Jungen Welt&#8221; vom 21. Januar zum Anlass, mir &#8220;linken Flankenschutz für den westlichen Interventionismus&#8221; zu unterstellen. Hier findet ihr meine ausführliche Antwort:</p>
<p><strong>Solidarität mit den Unterdrückten, nicht mit den Unterdrückern</strong></p>
<p>Eine Antwort auf Werner Pirker</p>
<p>Ist es möglich, sowohl gegen Assad zu sein, und sich zugleich gegen ausländische Einmischung in Syrien zu richten? Werner Pirker hält dies für unmöglich und greift mich deshalb in seiner Kolumne „Der Schwarze Kanal“ (<em>junge welt</em>, Wochenendbeilage vom 21.01.2012) an. Er behauptet, die von mir bekundete Solidarität mit der syrischen Revolution sei „nichts anderes als der linke Flankenschutz für den westlichen Interventionismus“.</p>
<p>Dies ist eine Behauptung, für die Werner Pirker keinerlei Belege anführt. Er führt überhaupt nur eine einzige Stelle aus der von mir verfassten Stellungnahme an, in der er ich das Assad-Regime für dessen Brutalität angreife: „Geschätzte 5000 Menschen wurden seit Beginn der Proteste ermordet, viele weitere inhaftiert, gedemütigt und gefoltert.“ Zu dieser Aussage, die auch syrische Linke bestätigen, stehe ich.<span id="more-2615"></span></p>
<p>Warum Werner Pirker daraus einen „Flankenschutz für den westlichen Interventionismus“ ableitet, bleibt sein Geheimnis. Anlass dazu gab ich ihm nicht. Er war jedenfalls gezwungen, den kompletten übrigen Text meiner Stellungnahme zu ignorieren. Bereits in der Überschrift fordere ich: „<strong>Nein zu westlicher Intervention</strong>“. Im weiteren Verlauf attackiere ich die heuchlerische Politik des Westens gegenüber Syrien und ihre Bündnispartner im konservativ ausgerichteten oppositionellen Syrischen Nationalrat. Schließlich stelle ich mich offensiv gegen die Sanktionspolitik, wie sie nun vom Westen beschlossen wurde. Zusammengefasst argumentiere ich: „DIE LINKE ist die einzige Partei im Bundestag, die gegen eine militärische Intervention des Westens im Nahen Osten steht. Ebenso steht sie als einzige Partei gegen eine Embargopolitik, die einzig die Armen in Syrien treffen und die Revolution schwächen würde.“ Dies war, ist und bleibt meine Position.</p>
<p>Hätte die <em>junge welt</em> meine Stellungnahme abgedruckt, die ich ihr zur Verfügung gestellt habe, dann wäre deutlich geworden, dass Werner Pirkers Anwürfe völlig haltlos sind. Seit Jahren stelle ich mich im Bundestag und auf der Straße aktiv gegen alle westlichen Interventionen, ob in Afghanistan, Somalia, Sudan oder Libyen.</p>
<p>Ich habe mich deshalb auch zu keinem Zeitpunkt von meinen eigenen Fraktionskollegen distanziert, die den Aufruf „Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargos beenden! Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens!“ unterzeichnet haben. Claudia Wangerin hat in der <em>jungen welt</em> vom 20. Januar zu Recht festgestellt, dass in dem Aufruf „keine Sympathien für die dortigen Regimes geäußert, sondern lediglich Maßnahmen abgelehnt wurden, die nach Einschätzung der Linken vor allem die einfache Bevölkerung treffen“.</p>
<p>Werner Pirker wirft mir vor, ich übernähme unkritisch die Angaben bürgerlichen Medien. Zunächst einmal: Es ist das Assad-Regime, das jede freie Berichterstattung aus dem Land heraus unterbindet. Ich muss meine Aussagen deshalb auf die Informationen stützen, die Vertreter der Bewegung unter Gefahr für Leib und Leben nach draußen senden. Dank der weiten Verbreitung moderner Kommunikationsmedien können die von Handys aufgenommenen Bilder von Demonstrationen und die bewaffneten Repressionsmaßnahmen jeden Abend im Internet oder auf Al-Jazeera gesehen werden – sofern man die Realität sehen will.</p>
<p>Werner Pirker tut diese Quellen ab. Er selbst stützt sich in seinem Kommentar statt dessen auf überhaupt keine Quellen. Es reicht ihm aus, dass das Assad-Regime beim Westen in Ungnade gefallen ist. Was ihn nicht interessiert, ist die langjährige Kooperation des Assad-Regimes mit den deutschen Repressionsbehörden, von der ich in meinem Artikel gesprochen habe. Ebenso wenig scheint er wahrzunehmen, dass in den vergangenen Jahren die Assad-Regierung die repressive staatskapitalistische Struktur Syriens einem Prozess der wirtschaftlichen Liberalisierung unterworfen hat. Von diesem Prozess profitieren nicht nur einige wenige Vertreter der herrschenden Staatspartei oder der mit ihnen kooperierenden Kommunistischen Partei Syriens, sondern auch deutsche Firmen wie Siemens.</p>
<p>CDU/CSU und FDP möchten diese Kooperation zwischen Assad, dem deutschen Staat und dem deutschen Kapital vergessen machen. Deshalb haben sie eigens im Bundestag am 19.°Januar eine „Aktuelle Stunde“ einberufen, um ausgerechnet DIE LINKE als Kollaborateure des Assad-Regimes zu brandmarken. Ulrich Maurer verwies in seiner Reaktion darauf, dass es unsere Fraktion ist, die die linke Opposition Syrien seit Monaten unterstützt und eine Ende der Abschiebungen von Regimegegnern über Ungarn nach Syrien fordert. Auch dazu stehe ich, wie die gesamte Linksfraktion.</p>
<p>Jetzt, wo das Assad-Regime seinen Wert für den Westen verloren hat, positionieren sich die Regierungen in Berlin, Paris und Washington gegen ihn. Sie stellen sich heuchlerisch an die Seite der syrischen Revolution. Das allein ändert aber noch nicht den Charakter der revolutionären Bewegung. Vielmehr findet nun ein Positionskampf innerhalb der syrischen Opposition statt. Die westlich orientierten syrischen Geschäftsleute werden die ersten sein, die auf einen Dialog mit dem mörderischen Regime setzen, um den Staatsapparat zu stabilisieren.</p>
<p>Ich habe in meiner Stellungnahme für die Solidarität mit der syrischen Revolution gestritten. Menschenmassen, die über Wochen und Monate trotz drohenden Beschuss durch Heckenschützen auf die Straße gehen, um ihre Wut gegen einen Diktator auszudrücken, gebührt unser Respekt und unsere Unterstützung. Diese Bewegung ist wie jede authentische revolutionäre Bewegung in all ihrer Lebendigkeit politisch vielfältig. Es geht darum, sich mit den verschiedenen Positionen im brüderlichen Geiste auseinanderzusetzen, anstatt sie abzutun.</p>
<p>Werner Pirker hält seine Position nur durch, weil er die Realitäten auf den Kopf stellt. So behauptet er ernsthaft, der syrische Aufstand sei „nicht die Fortsetzung der arabischen Revolution, sondern ihre <em>Eindämmung</em>.“ Das hieße im Umkehrschluss: Das Assad-Regime, gegen das sich diese Bewegung richtet, sei die Bewahrerin der arabischen Revolution. Nicht einmal Assad selbst ist bisher auf diese groteske Idee gekommen. Es ist auch nicht überliefert, dass er sich mit den Bewegungen solidarisiert hat, die den tunesischen Diktator Ben Ali oder den ägyptischen Diktator Mubarak gestürzt haben. Die Bewegung in Syrien hat, wie ihre Vorbilder in den anderen arabischen Staaten, als eine friedliche Straßenprotestbewegung begonnen. Sie wurde von der tunesischen und ägyptischen Revolution inspiriert und teilt ihre Forderungen. Es ist für jeden Araber offensichtlich, dass Assad in einer Reihe mit anderen Staatschefs steht, mit Ben Ali, Mubarak, Gaddafi, König Khalifa und Saleh. Und er reagiert auch genauso brutal wie alle anderen.</p>
<p>Es sollte für jeden Linken und jeden Antiimperialisten selbstverständlich sein, sich mit den Unterdrückten zu solidarisieren, und nicht mit den Unterdrückern. Genauso selbstverständlich sollte es sein, im Meinungsstreit unter Linken auf Diffamierungen zu verzichten. Diese Methode können wir den Parteien überlassen, die wirklich auf militärische Interventionen oder neue Hungerembargos gegen Ländern im Nahen Osten drängen.</p>
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		<title>Große Koalition der Afghanistankrieger setzt Bundeswehreinsatz fort</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 14:17:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nein zum Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Presseerklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[Abzug]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Aus Anlass der bevorstehenden Abstimmung im Bundestag über die Fortsetzung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan am 26. Januar 2012 erklärt Christine Buchholz, Mitglied im Geschäftsführenden Parteivorstand der LINKEN: Morgen werden die Regierungsparteien zusammen mit der SPD die Fortsetzung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan beschließen. In der Öffentlichkeit wird dies als ein Abzugsbeschluss verkauft. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus Anlass der bevorstehenden Abstimmung im Bundestag über die Fortsetzung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan am 26. Januar 2012 erklärt Christine Buchholz, Mitglied im Geschäftsführenden Parteivorstand der LINKEN:</p>
<p>Morgen werden die Regierungsparteien zusammen mit der SPD die Fortsetzung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan beschließen. In der Öffentlichkeit wird dies als ein Abzugsbeschluss verkauft. Das ist ein Lüge, denn das Mandat wird 2012 lediglich um eine ohnehin nicht genutzte Reserve reduziert. Die Zahl der darüberhinaus tatsächlich aus Afghanistan abzuziehenden Soldaten beträgt höchstens 100 – wenn überhaupt.</p>
<p>Auch 2012 wird also der Krieg in Afghanistan nach dem Willen der Bundesregierung mit ungeminderter Härte fortgeführt. Schlimmer noch, ausgerechnet Verteidigungsminister de Maizière äußerte am vergangenen Wochenende gegenüber der Presse seine Zweifel über den endgültigen Rückzugstermin im Jahr 2014. Das zeigt die Bereitschaft der Bundesregierung, auf unbestimmte Zeit das Leben deutscher Soldaten und afghanischer Zivilisten gleichermaßen in einem sinnlosen Krieg zu opfern.</p>
<p>DIE LINKE wird als einzige Bundestagsfraktion geschlossen gegen die Mandatsverlängerung stimmen. Umfragen zeigen: Unsere Haltung entspricht dem Willen der Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Doch darum kümmert sich die große Koalition der Afghanistankrieger nicht.<span id="more-2604"></span></p>
<p>Zehn Jahre Afghanistankrieg sind ein einziges Desaster. Selbst der aktuelle „Fortschrittsbericht“ der Bundesregierung verdeutlicht dies. Danach hat die Zahl der zivilen Opfer 2011 einen neuen Höchststand erreicht. Nur 7,5 Prozent der Afghanen haben heute „Zugang zu gesundheitlich akzeptabler Sanitärversorgung“. Diese Zahlen verdeutlichen: Der NATO-Krieg kann eine korrupte Karsai-Regierung im Amt halten. Aber der afghanischen Bevölkerung hat er nur Leid gebracht.</p>
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		<title>Syrien: Solidarität mit der Revolution – Nein zu westlicher Intervention</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 09:42:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[In Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Nein zum Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Arabischer Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit zehn Monaten sind wir Zeuge eines Volksaufstandes in Syrien. Was als Protestbewegung mit der Forderung nach begrenzten Reformen in der Provinzstadt Dera’a begann, hat sich sehr rasch zu einer landesweiten Bewegung zum Sturz der Diktatur Bashar Al-Assads entwickelt. Es ist die brutale Gewalt, mit der das Regime auf die friedlichen Demonstrationen reagiert hat, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit zehn Monaten sind wir Zeuge eines Volksaufstandes in Syrien. Was als Protestbewegung mit der Forderung nach begrenzten Reformen in der Provinzstadt Dera’a begann, hat sich sehr rasch zu einer landesweiten Bewegung zum Sturz der Diktatur Bashar Al-Assads entwickelt. Es ist die brutale Gewalt, mit der das Regime auf die friedlichen Demonstrationen reagiert hat, die zur Radikalisierung der Forderungen geführt hat. Mit Panzern dringt die Armee in die Wohngebiete von Städten wie Homs und Hama vor. Scharfschützen schießen auf protestierende Zivilisten. Tag für Tag werden 20, 30 oder 40 Personen im ganzen Land von Einheiten des Regimes getötet, die als „shabiha“ bezeichnet werden – „Gespenster“. Geschätzte 5000 Menschen wurden seit Beginn der Proteste ermordet, viele weitere inhaftiert, gedemütigt und gefoltert.<span id="more-2571"></span></p>
<p>Doch trotz der ungehemmten Gewalt durch das Regime lässt sich die Bewegung nicht in die Knie zwingen. Der syrische Aufstand ist Teil der arabischen Revolution, die seit Beginn des Jahres 2011 in zahlreichen Ländern der Region Diktatoren das Fürchten lehrt. Im Januar 2012 hat diese revolutionäre Bewegung auch die zweitgrößte Stadt Aleppo und die Außenbezirke der Hauptstadt Damaskus erreicht. Die Demonstranten fordern Demokratie und bessere Lebensbedingungen.</p>
<p>Das Regime gibt vor, einen Kampf gegen das Auseinanderfallen des Landes entlang ethnisch-religiöser Linien zu führen. Das ist ein bloße Schutzbehauptung. Tatsächlich verfolgt das Regime eine Strategie, über ein Klima der Angst die Minderheit der Alawiten an sich zu binden, aus der viele Offiziere und die meisten Angehörigen der herrschenden Clique stammen.</p>
<p>Doch die Revolution erzeugt auf allen Ebenen Risse im Fundament des syrischen Staatsapparates. Die Zahl der Fahnenflüchtigen ist in den vergangenen sechs Monaten stetig angewachsen. Diese Fahnenflüchtigen bilden das Rückgrat der Freien Syrischen Armee (FSA). Ihr ursprüngliches Ziel war es, die Stadtviertel vor den Übergriffen durch die reguläre Armee zu schützen. Mittlerweile ist sie dazu übergegangen, die Einheiten des Regimes anzugreifen.</p>
<p>Darin besteht eine Gefahr. Eine Militarisierung des Widerstandes würde derzeit dem Assad-Regimes in die Hände spielen. Die einzige Perspektive besteht in der Ausdehnung der Bewegung auf jene Teile der Gesellschaft, die noch unentschlossen sind oder den Parolen des Regimes Glauben schenken. Diesen Weg beschreiten die örtlichen Koordinierungskomitees der Proteste. Sie haben im Dezember und Januar die Initiative zurückgewonnen und eine Massenkampagne des zivilen Ungehorsams unter der Bezeichnung „Streiks für die Würde“ entfacht.</p>
<p>Doch das Assad-Regime ist noch nicht besiegt. Assad trat am 10. Januar das erste Mal seit Monaten in Damaskus auf, um den Aufstand als eine vom Westen und Israel gesteuerte „Verschwörung“ zu verurteilen. Er kann gegenüber seinen eigenen Anhängern mit diesem Argument punkten, da sich der Westen – ähnlich wie in Libyen – nun heuchlerisch gegen ihren einstigen Verbündeten Assad wendet und sich einige Vertreter des Widerstandes für die Errichtung einer Flugverbotszone und weitergehende Militärintervention durch den Westen ausgesprochen haben.</p>
<p>Insbesondere in Burhan Ghalioun, dem Führer des „syrischen Nationalrates“ (SNR), hat der Westen einen Verbündeten gefunden. Aus dem SNR ist faktisch eine syrische Exilregierung hervorgegangen, die über eine schwache Verankerung in den syrischen Städten verfügt, aber umso mehr den Regierungen in Washington, London, Berlin und Paris gefallen will. Die BBC zitierte Ghalioun mit folgenden Worten: „Wir wollen zwischen dem Regime und dem Staat in Syrien unterscheiden. Es wird kein Chaos wie in Libyen geben. Wir haben immer noch mächtige militärische Institutionen, die wir bewahren wollen.“</p>
<p>Ghalioun bietet sich als Garant für die derzeitige Strategie des Westens an. Den USA und ihren Verbündeten geht es um die Beseitigung Assads, um die eigenen Positionen zu stärken. Doch zugleich fürchten sie, dass eine unkontrollierte revolutionäre Bewegung genau zum gegenteiligen Ergebnis führt und die arabische Revolution weiter befeuert. Der Westen bevorzugt einen kontrollierten Putsch aus dem Innern des syrischen Gewaltapparates.</p>
<p>Darauf zielt die derzeitige Sanktionspolitik ab. Wenn es nach dem Willen der USA und ihrer Verbündeten geht, dann soll ein Wirtschaftsembargo das System aushöhlen und die syrische Elite zum Bruch mit Assad bewegen. Ziel ist eine Palastrevolte, die den Staatsapparat intakt lässt, und zugleich die Bewegung abebben lässt.</p>
<p>Diese Politik ist nicht nur zynisch. Ein Embargo vergrößert auch das Elend der Bevölkerung und gibt Assad Argumente an die Hand, sich als „Antiimperialist“ darzustellen. Die demokratische Bewegung in Syrien wird durch internationale Wirtschaftssanktionen nicht gestärkt, sondern geschwächt.</p>
<p>Genau wie die Regierungen im Westen hat Assad nun ein großes Interesse daran, die sich entwickelnde Zusammenarbeit der letzten Jahre vergessen zu lassen. Bereits in den Jahren der wirtschaftlichen Isolation des Landes kooperierten die „Sicherheitsbehörden“ Syriens sehr gut mit ihren amerikanischen und deutschen Kollegen.</p>
<p>Dies verdeutlichte die Affäre um den deutschen Staatsbürger Muhammad Haidar Zammar, dessen Familie aus Syrien stammt. Als „Terrorverdächtiger“ wurde er 2001 vom amerikanischen Geheimdienst aus Marokko entführt und den syrischen Behörden zur Behandlung im Far&#8217;-Falastin-Untersuchungsgefängnis in Damaskus übergeben. Die deutschen Behörden wurden bereits im November 2001 vom FBI über den Vorgang informiert. Doch sie unternahmen nichts. Später kam heraus, dass Zammar nicht nur vom syrischen Apparat gefoltert wurde. Er wurde überdies im syrischen Gefängnis 2002 von Ermittlern des deutschen <a href="http://www.spiegel.de/wikipedia/Bundeskriminalamt_%28Deutschland%29.html">Bundeskriminalamtes</a> selbst vernommen.</p>
<p>Dieser Vorgang wirft ein grelles Licht auf die damalige rot-grüne Bundesregierung, wie auch auf die Nachfolgeregierung aus Union und SPD. Es waren Außenminister Steinmeier (SPD) und Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul (SPD), die nach der guten Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Repression auch auf die wirtschaftliche Öffnung in Richtung Syriens drängten –und damit das Assad-Regime als verlässlichen Partner aufbauten. Die CDU/CSU unterstützte diese Linie. 2009 war Wirtschaftsminister Guttenberg (CSU) Starredner auf einer Tagung der arabisch-deutschen Handelskammer in Berlin. Gastland damals: Syrien. Eine hundertköpfige syrische Delegation, bestehend aus Geschäftsleuten und zum Teil hochrangigen Politikern, wurde intensiv umworben.</p>
<p>Es ist daher im höchsten Maße heuchlerisch, wenn sich nun diese Parteien aufschwingen und der LINKEN die Solidarität mit Assad andichten. Richtig ist: DIE LINKE ist die einzige Partei im Bundestag, die gegen eine militärische Intervention des Westens im Nahen Osten steht. Ebenso steht sie als einzige Partei gegen eine Embargopolitik, die einzig die Armen in Syrien treffen und die Revolution schwächen würde. Veränderung hin zu mehr Demokratie und zu sozialer Gerechtigkeit kann nur von innen kommen, im Widerstand gegen die Diktatoren. Wir stehen als Verbündete an der Seite der syrischen Revolution gegen das Assad-Regime, so wie wir an der Seite der Revolutionen in allen anderen arabischen Ländern stehen.</p>
<p>Berlin, 18. Januar 2012</p>
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		<title>Wahrheit statt Kriegspropaganda</title>
		<link>http://christinebuchholz.de/2011/12/16/wahrheit-statt-kriegspropaganda/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 15:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Nein zum Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Auslandseinsätze]]></category>
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		<description><![CDATA[ddp images-Foto: Bildnummer 8.71770148, Credit: ddp images/dapd/Hermann J.Knippertz Im Anschluss an meine Rede in der Bundestagssitzung vom 15. Dezember 2011 gegen die Fortsetzung der Beteiligung deutscher Streitkräfte im Rahmen der NATO-Truppen ISAF in Afghanistan warf mir der CDU-Abgeordnete Missfelder vor, ich hätte zusammen mit zwei anderen Abgeordneten der LINKEN den Konferenzfrieden auf der Afghanistankonferenz in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5 class="mceTemp">
<dl id="attachment_2555" class="wp-caption alignnone" style="width: 520px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2011/12/11_12_05-ddp-images-8-71770148-Protest-auf-Afghanistankonferenz.jpg"><img class="size-full wp-image-2555" title="Internationale Afghanistan-Konferenz" src="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2011/12/11_12_05-ddp-images-8-71770148-Protest-auf-Afghanistankonferenz.jpg" alt="" width="510" height="369" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">
<h4 style="text-align: center;">ddp images-Foto: Bildnummer 8.71770148, Credit: ddp images/dapd/Hermann J.Knippertz</h4>
</dd>
</dl>
</h5>
<p>Im Anschluss an meine Rede in der Bundestagssitzung vom 15. Dezember 2011 gegen die Fortsetzung der Beteiligung deutscher Streitkräfte im Rahmen der NATO-Truppen ISAF in Afghanistan warf mir der CDU-Abgeordnete Missfelder vor, ich hätte zusammen mit zwei anderen Abgeordneten der LINKEN den Konferenzfrieden auf der Afghanistankonferenz in Bonn am 5. Dezember gestört. Seine Vorwürfe und meine Reaktion darauf könnte ihr hier im Protokoll des Bundestages nachlesen.</p>
<p>&#8220;Philipp Mißfelder (CDU/CSU):</p>
<p>Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zunächst einmal nur ganz kurz zu Ihnen, Frau Buchholz: Sie haben gesagt, die Afghanistan-Konferenz sei eine Showveranstaltung gewesen. Abgesehen davon, dass es sich dabei um eine vollkommen unpolitische Bemerkung von Ihnen handelt, möchte ich fragen: Wer hat dort überhaupt eine Show veranstaltet? Das waren doch Sie persönlich.</p>
<p>(Zuruf der Abg. Christine Buchholz [DIE LINKE])</p>
<p>Sie haben dort mit zwei weiteren Abgeordneten der Linkspartei herumkrakeelt und den Konferenzfrieden gestört. Ich finde, das ist einer internationalen Konferenz nicht angemessen.</p>
<p>(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP – Dr. Wolfgang Götzer [CDU/CSU]: Postpubertäres Gehabe!)</p>
<p>Wenn man von einer Showveranstaltung sprechen will, dann Ihretwegen, Frau Buchholz, und wegen Ihrer beiden Kollegen, die dort aufgetreten sind. Dabei möchte ich es dann aber auch belassen.</p>
<p>[…]</p>
<p>Christine Buchholz (DIE LINKE):</p>
<p>Herr Mißfelder, Sie haben eben mir und damit auch meinen Kolleginnen Heike Hänsel und Kathrin Vogler vorgeworfen, wir hätten den Konferenzfrieden der Bonner Afghanistan-Konferenz gestört.<span id="more-2559"></span></p>
<p>(Jörg van Essen [FDP]: So ist es! – Weitere Zurufe von der FDP: So ist es! – Wolfgang Gehrcke [DIE LINKE]: Da sind wir stolz drauf!)</p>
<p>Wir haben nach der Rede von Hillary Clinton ein Plakat hochgehalten, auf dem darauf hingewiesen wurde, dass die Politik der NATO für die Bevölkerung mit Terror gleichzusetzen ist. Wir haben in der Debatte hier über die gezielten Tötungen, die Night Raids, gesprochen. Die 19 Kommandoaktionen, die die NATO im Schnitt am Tag durchführt, sind für die Zivilbevölkerung in Afghanistan Terror. Wir haben gefordert, dass die Truppen nicht am Sankt-Nimmerleins-Tag, sondern jetzt abgezogen werden sollten. Ich finde, es ist besser, den vermeintlichen Frieden einer Konferenz zu stören, als der Friedenspropaganda, wie sie von Ihnen hier im Bundestag vertreten wird, das Wort zu reden.</p>
<p>(Beifall bei Abgeordneten der LINKEN)</p>
<p>Auf der Afghanistan-Konferenz waren keine Vertreter der afghanischen Opposition zugelassen. Wir haben in einem persönlichen Schreiben noch versucht, regierungskritische Vertreterinnen und Vertreter aus Afghanistan über Minister Westerwelle anzumelden. Das ist nicht gelungen, obwohl die Besucherränge leer waren. Das heißt, wir hatten keine oppositionellen Kräfte dort. Wir haben deren Position auf die Konferenz getragen.</p>
<p>(Joachim Spatz [FDP]: Was für eine Arroganz!)</p>
<p>Wir haben uns dem offensichtlichen Anschein entgegengestellt, dass mit dieser Konferenz eine weitere Legitimation für den Krieg gegeben wird.</p>
<p>Interessanterweise ist gerade die durch die Bombardierung des Stützpunktes in Pakistan entstandene Situation in den ersten Reden auf der Konferenz überhaupt kein Thema gewesen. Sie ist ausgeblendet worden. Ich glaube daher, dass wir für unsere Partner in Afghanistan, für demokratische und friedensorientierte Kräfte in Afghanistan, ein wichtiges Signal gesetzt und nicht den vermeintlichen Frieden dieser Konferenz gestört haben.</p>
<p>(Beifall bei der LINKEN – Henning Otte [CDU/CSU]: Dann stimmt ja Ihr Weltbild wieder!)</p>
<p>Präsident Dr. Norbert Lammert:</p>
<p>Zur Erwiderung Kollege Mißfelder.</p>
<p>Philipp Mißfelder (CDU/CSU):</p>
<p>Nur ganz kurz dazu: Einerseits werfen Sie uns Kriegspropaganda und Kriegstreiberei vor, und andererseits werfen Sie uns Friedenspropaganda vor. Alles, was Sie sagen, Frau Buchholz, passt eigentlich nie zusammen.</p>
<p>(Christine Buchholz [DIE LINKE]: Sie verstehen es bloß nicht!)</p>
<p>Ich finde es wirklich eine Unverschämtheit, wenn Sie die NATO mit Terror gleichsetzen.</p>
<p>(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)</p>
<p>Frau Buchholz, bitte beschäftigen Sie sich einfach einmal mit der Historie dieses Einsatzes und mit dem 11. September 2001. Dann werden Sie sehen, wer die Terroristen waren.</p>
<p>Frau Buchholz, ich habe mich sehr dafür eingesetzt, dass Parlamentarier, auch aus Deutschland, an dieser Konferenz teilnehmen dürfen. Die Bundesregierung hat diesem Ansinnen unserer Fraktion entsprochen. Dafür bin ich sehr dankbar. Wenn Sie an solchen Konferenzen teilnehmen, dann beschädigen Sie bitte nicht das Ansehen von Abgeordneten und damit des gesamten Hauses.</p>
<p>(Wolfgang Gehrcke [DIE LINKE]: Ganz im Gegenteil!)</p>
<p>Wenn Sie schon hingehen dürfen, dann benehmen Sie sich bitte so, wie sich ein Abgeordneter zu benehmen hat.</p>
<p>(Dr. Wolfgang Götzer [CDU/CSU]: Das kann sie doch gar nicht!)</p>
<p>Herzlichen Dank.</p>
<p>(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)&#8221;</p>
<p>Eine Erklärung zu der Aktion, wie wir sie am 5. Dezember abgegeben haben, ist <a href="http://christinebuchholz.de/2011/12/05/nato-terror-troops-out-now/">hier</a> zu finden.</p>
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		<item>
		<title>Afghanistan: Der Abzug ist eine Lüge</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 13:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nein zum Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Reden]]></category>
		<category><![CDATA[Abzug]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Auslandseinsätze]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier kann man meine Rede im Bundestag zur Mandatsverlängerung der Bundeswehr in Afghanistan vom 15.12.2011 nachlesen und anschauen. Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Unter dem Stichwort „Perspektiven in Afghanistan“ werden heute die Ergebnisse der Bonner Afghanistan-Konferenz, der sogenannte Fortschrittsbericht Afghanistan der Bundesregierung und das neue Mandat für den Bundeswehreinsatz diskutiert. Wir sagen ganz klar: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier kann man meine Rede im Bundestag zur Mandatsverlängerung der Bundeswehr in Afghanistan vom 15.12.2011 nachlesen und anschauen.</p>
<p><object id="showIt" style="width: 510px; height: 339px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="510" height="339" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><param name="menu" value="true" /><param name="quality" value="high" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="swliveconnect" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="scalemode" value="showall" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="plugin_version=9.0.115&amp;bandwidth=514&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml&amp;autoPlay=false&amp;skin=od_embed_ext&amp;application=144277506&amp;playerLink=http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$contentId=1465342$singleton=true$forcedWidth=550$forcedHeight=309$keepVideoAspectRatio=true&amp;language=de" /><param name="src" value="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><embed id="showIt" style="width: 510px; height: 339px;" type="application/x-shockwave-flash" width="510" height="339" src="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" flashvars="plugin_version=9.0.115&amp;bandwidth=514&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml&amp;autoPlay=false&amp;skin=od_embed_ext&amp;application=144277506&amp;playerLink=http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$contentId=1465342$singleton=true$forcedWidth=550$forcedHeight=309$keepVideoAspectRatio=true&amp;language=de" allowfullscreen="true" scalemode="showall" allowscriptaccess="always" swliveconnect="true" wmode="opaque" quality="high" menu="true" data="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf"></embed></object></p>
<p>Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Unter dem Stichwort „Perspektiven in Afghanistan“ werden heute die Ergebnisse der Bonner Afghanistan-Konferenz, der sogenannte Fortschrittsbericht Afghanistan der Bundesregierung und das neue Mandat für den Bundeswehreinsatz diskutiert. Wir sagen ganz klar: Herr Westerwelle, Herr de Maizière, Sie haben den Menschen in Afghanistan keine Perspektive zu bieten. Die Bonner Afghanistan-Konferenz war eine reine Showveranstaltung. Es gab keine konkreten Maßnahmen, die die Lebensbedingungen der Menschen in Afghanistan verbessern. Ihre Bilanz ist unehrlich.</p>
<p>(Beifall bei der LINKEN)</p>
<p>Das hat auch einen ganz konkreten Ausdruck in Bonn gefunden: Regierungskritische Personen waren nicht anwesend. Selbst die handverlesenen Vertreter der afghanischen Zivilgesellschaft ziehen eine vernichtende Bilanz. So sagt die Frauenrechtlerin Selay Ghaffar: Das ist wie die ganzen Konferenzen zuvor, viele Versprechungen werden gemacht, aber nichts geschieht. &#8211; Ich wiederhole: Die Bonner Afghanistan-Konferenz war eine Showveranstaltung.<span id="more-2551"></span></p>
<p>(Beifall bei der LINKEN)</p>
<p>Aber noch schlimmer: Sie treten die Würde der Opfer des Krieges mit Füßen.</p>
<p>(Dr. Bijan Djir-Sarai (FDP): Jetzt reicht es aber!)</p>
<p>Herr Westerwelle, Sie haben gesagt, dass Sie in Kabul in die Augen von Kindern geschaut und Hoffnung gesehen haben. Ich glaube Ihnen das. Warum aber haben Sie es noch nicht geschafft, in die Augen der Waisen des von der Bundeswehr befehligten Kunduz-Massakers zu schauen?</p>
<p>(Wolfgang Gehrcke (DIE LINKE): Sehr richtig!)</p>
<p>Mir ist die Geschichte von Qureischa aus Kunduz zugetragen worden. Qureischa ist Witwe, eine der Frauen, die durch den Befehl der Bundeswehr am Kunduz-Fluss ihren Mann verloren hat. Sie ist 35 und hat sechs Kinder im Alter von vier bis 16 Jahren. Qureischa hat kein Einkommen und lebt beim Bruder ihres toten Mannes in einem kleinen Raum in einer Lehmhütte. Sie ist so arm, dass sie sich noch nicht einmal eine Decke für jedes ihrer Kinder leisten kann. Drei Kinder schlafen unter einer Decke &#8211; und das, wo der harte Winter in Afghanistan bevorsteht. Ihr Schwager ist also ihre einzige Rettung; aber auch er ist bitterarm. Morgens um 4 Uhr geht er los &#8211; 14 Kilometer zu Fuß -, um seine Arbeitskraft als Tagelöhner auf dem Markt anzubieten.</p>
<p>Die Bundesregierung kümmert sich nicht um diese Opfer des Krieges. Sie haben &#8211; wie alle Kunduz-Opfer &#8211; keine anständige Entschädigung erhalten, auch nicht die 5 000 Dollar, die einige der Opfer, willkürlich ausgewählt, bekamen. Qureischa und ihre Kinder haben nichts bekommen.</p>
<p>Ich sage Ihnen: Es sind nicht nur die Kommandoaktionen der NATO, die die Zivilbevölkerung gegen die Besatzer aufbringen. Es ist diese Arroganz, mit der die Regierung die Würde der Opfer immer mit Füßen tritt,</p>
<p>(Wolfgang Gehrcke (DIE LINKE): Sehr richtig!)</p>
<p>die die Bundeswehr und die NATO in Afghanistan zum Feind macht.</p>
<p>(Henning Otte (CDU/CSU): Was ist denn in Kabul bei den Anschlägen passiert?)</p>
<p>Hier haben Sie nichts gelernt. Und ich sage Ihnen: Menschlichkeit kann man nicht teilen.</p>
<p>(Beifall bei der LINKEN)</p>
<p>Der Krieg in Afghanistan war von Anfang an falsch, und weil Sie nicht weiterwissen, machen Sie weiter wie bisher. Der Abzug ist eine Mogelpackung und eine Lüge; denn &#8211; Sie haben es selbst noch einmal betont, Herr de Maizière &#8211; die Bundeswehr wird nur dann wirklich abgezogen, wenn es die Sicherheitslage zulässt. Das heißt, wenn sie es nicht zulässt, bleibt die Bundeswehr dort. Auch das Mandat ist unverändert. Mit den AWACS-Flugzeugen, den Tornado RECCEs und den Spezialeinheiten wird &#8211; trotz Ihres Geredes vom Abzug &#8211; weiter Krieg in Afghanistan geführt werden. Der Krieg geht weiter, weitere drei Jahre, und dem werden wir nicht zustimmen.</p>
<p>(Beifall bei der LINKEN – Henning Otte (CDU/CSU): Sie haben keinen Durchblick!)</p>
<p>Der Truppenrückzug ist nicht die Lösung der Probleme, aber er ist die notwendige Voraussetzung für eine politische Lösung. Deshalb: Truppen raus jetzt und nicht erst 2014!</p>
<p>(Beifall bei der LINKEN)</p>
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		<title>Die Katastrophe von Kundus</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 13:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der LINKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Nein zum Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Abzug]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Antikrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Auslandseinsätze]]></category>
		<category><![CDATA[DIE LINKE]]></category>
		<category><![CDATA[Friedensbewegung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Broschüre von Christine Buchholz, Inge Höger, Harald Koch und Paul Schäfer. Das Blutbad von Kundus bestätigt DIE LINKE. in ihrer Ablehnung von Krieg als Mittel der Politik. Die vielen zivilen Toten, die der am 4. September 2009 auf Befehl eines deutschen Oberst geflogene Bombenangriff auf eine große Gruppe von Menschen und zwei Tanklastwagen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine Broschüre von Christine Buchholz, Inge Höger, Harald Koch und Paul Schäfer.</em></p>
<p>Das Blutbad von Kundus bestätigt DIE LINKE. in ihrer Ablehnung von Krieg als Mittel der Politik. Die vielen zivilen Toten, die der am 4. September 2009 auf Befehl eines deutschen Oberst geflogene Bombenangriff auf eine große Gruppe von Menschen und zwei Tanklastwagen in Kundus gekostet hat, dokumentieren auf tragische Weise die Realität dieses Kriegseinsatzes in Afghanistan.<br />
Auch deshalb war es uns wichtig, im Kundus-Untersuchungsausschuss des Bundestages zu versuchen, Licht in das Dunkel zu bringen, das den fatalen Luftangriff von Kundus dem Blick der Öffentlichkeit entziehen sollte.<br />
Mit dieser Broschüre fassen wir unsere Erkenntnisse aus dem Kundus-Untersuchungsausschuss zusammen: Wir dokumentieren den Ablauf der Bombennacht von Kundus, den Umgang der anderen Parteien sowie der deutschen Regierung mit diesem Vorfall – und die permanente Ausblendung der Sicht der Betroffenen.</p>
<p><a href="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2011/12/111123-Untersuchungsausschuss-Kundus.pdf">111123 Untersuchungsausschuss Kundus</a></p>
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		<title>Afghanistankonferenz: Showveranstaltung der Kriegsherren</title>
		<link>http://christinebuchholz.de/2011/12/07/afghanistankonferenz-showveranstaltung-der-kriegsherren/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 12:53:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nein zum Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Abzug]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Afghanistankonferenz vom 5. Dezember 2011 in Bonn war keine Konferenz, bei der es um konkrete Fortschritte für Afghanistan ging. Geladen waren die Botschafter und Außenminister von über 100 Staaten, um mit der afghanischen Regierungsdelegation um Präsident Karsai öffentlich Freundlichkeiten auszutauschen. Es wurden keinerlei Verhandlungen geführt oder Beschlüsse gefasst. Die Abschlusserklärung ist ein Sammelsurium an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Afghanistankonferenz vom 5. Dezember 2011 in Bonn war keine Konferenz, bei der es um konkrete Fortschritte für Afghanistan ging. Geladen waren die Botschafter und Außenminister von über 100 Staaten, um mit der afghanischen Regierungsdelegation um Präsident Karsai öffentlich Freundlichkeiten auszutauschen. Es wurden keinerlei Verhandlungen geführt oder Beschlüsse gefasst. Die Abschlusserklärung ist ein Sammelsurium an Absichtserklärungen ohne Bedeutung. Die einzige Zahl, die darin genannt wird, ist das Jahr 2014. Bis dahin wollen die NATO-Staaten ihre regulären Truppen abgezogen haben, gefolgt von einer nicht näher definierten Transformationsperiode von 10 Jahren. Wie viel Geld in dieser Zeit in den Aufbau Afghanistan gesteckt werden soll, wurde gar nicht erst erörtert.</p>
<p><span id="more-2504"></span></p>
<p>Die Konferenz in Bonn ist gescheitert, weil der NATO-Krieg gescheitert ist. Mittlerweile erkennt dies auch Außenminister Westerwelle an. In seinen Worten heißt das, es ginge nun kein Weg mehr an einer politischen Lösung vorbei. Mithin sollen Verhandlungen geführt werden und eine regionale Lösung gefunden werden. Aber mit wem? Tatsächlich waren weder die Aufständischen, noch oppositionelle Kräfte, noch die pakistanische Regierung auf der Konferenz vertreten.</p>
<p>Diese Wirklichkeit wurde einfach ausgeblendet. Über den tödlichen NATO-Überfall auf einen pakistanischen Grenzposten, der 24 Soldaten das Leben kostete und zur Absage der pakistanischen Regierung geführt hatte, wurde hinweggegangen. Weder Kanzlerin Merkel noch Außenminister Westerwelle nahmen das Wort „Pakistan“ in ihren Reden auch nur in den Mund.</p>
<p>In Bonn ging es statt dessen darum, der afghanischen Regierung die Verantwortung für das Desaster zuzuschieben. So will der Westen aus dem Krieg herauszukommen, ohne als Verlierer dazustehen. Die wesentliche Botschaft lautete: Wenn die Taliban die Macht nach 2014 wieder übernehmen sollten, dann ist das nicht eine militärische Niederlage der NATO. Schuld sind einzig die Afghanen selbst.</p>
<p>Die angebotene Strategie, den Krieg durch schrittweise Übertragung der Verantwortlichkeiten zu „afghanisieren“, erscheint bei näherer Betrachtung als nicht sehr aussichtsreich. Im US-Haushalt sind für das kommende Jahr 12,8 Milliarden US-Dollar für die Ausbildung und Ausrüstung lokaler afghanischer „Sicherheitskräfte“ eingeplant. Zum Vergleich: Der gesamte Staatshaushalt Afghanistan beträgt lediglich 1,5 Milliarden US-Dollar. Der Sold eines einfachen Polizisten liegt unter dem Existenzminimum. Als Folge dessen sind im letzten Jahr 20.000 der insgesamt 126.000 Polizisten desertiert.</p>
<p>Um die Löcher in der NATO-Strategie zu überstrahlen, war in Bonn vom vermeintlichen Fortschritt in Afghanistan die Rede, flankiert von entsprechenden Aufbauberichten in den Abendnachrichten des deutschen Fernsehens. Westerwelle erklärte, er habe bei seinem letzten Besuch in die Augen von Kindern geschaut und er habe Hoffnung gesehen. Dies sei “das neue Gesicht Afghanistans.” Was er offenbar nicht sah: Ein Drittel aller Kinder ist unterernährt. Während die Korruption grassiert und Milliarden an Hilfsgeldern versickern, sind drei Millionen Afghanen unmittelbar von Nahrungsmittelhilfslieferungen abhängig.</p>
<p>Die Afghanistankonferenz war eine Showveranstaltung der Kriegsherren, die den deutschen Steuerzahler Millionen gekostet hat. Doch diese PR-Show misslang weitgehend. Die Urteile in der seriösen deutschen Presse in Deutschland waren verheerend: „Papier ohne Wert“ (Süddeutsche Zeitung), „Ablasshandel“ (Rheinische Post), „Gipfeltreffen des Scheitern“ (Mittelbayerische Zeitung). Oder auch: „Der Westen will bloß noch weg, möglichst kostengünstig.“ (Mannheimer Morgen). Selbst die in Bonn vertretenen handverlesenen Vertreter der afghanischen „Zivilgesellschaft“ waren bitter enttäuscht. Die Frauenrechtlerin Ghaffar sagte: „Das ist wie die ganzen Konferenzen zuvor, viele Versprechungen werden gemacht – aber nichts geschieht.“ Und ich betone: die eigentliche afghanische Opposition, die Kritiker des Präsidenten Karsai, waren in Bonn noch nicht einmal vertreten.</p>
<p>Sie hätten ein ganz anderes Bild vom heutigen Afghanistan und vom Militäreinsatz der NATO gezeichnet. Mittlerweile operieren im Schatten der offiziellen Truppen „Spezialeinheiten“, die im Dienste der US-Armee, der Bundeswehr und anderer in einem geheimen Krieg Jagd auf Aufständische und ihre möglichen Sympathisanten machen, um sie zu ermorden. Hinzu kommen die nächtlichen Razzien. Durchschnittlich 19 Haussuchungen werden jeden Tag durchgeführt, bei denen die NATO-Truppen den Afghanen die Türen eintreten und „Verdächtige“ in ihre Folterlager verschleppen.</p>
<p>Die LINKE hat sich vor diesem Hintergrund aktiv in Widerstand gegen die westliche Kriegsführung in Afghanistan und die Bonner Propagandashow eingebracht. So auf der Gegendemonstration, an der bis zu 5.000 Personen teilgenommen haben. So auf der Gegenkonferenz, die dieses Mal unter starker Beteiligung von Afghanen stattfand. Und im Saal der Konferenz selbst, wo wir drei delegierten LINKE-Abgeordneten aus Protest gegen die Rede der US-Außenministerin Clinton ein Banner mit der Aufschrift entrollten: „NATO = Terror! Troops out now!“</p>
<p>Unsere Forderung nach einem sofortigen Abzug haben wir mit Bedacht gewählt. Denn der Abzug, den die NATO plant, bedeutet nicht nur drei weitere blutige Jahre. Die Bundesregierung erklärte bereits die Absicht, eine Präsenz über 2014 hinaus sicher zu stellen. Eine Woche vor der Bonner Konferenz betonte Verteidigungsminister de Maizière, die Bundeswehr bleibe auch nach dem offiziellen Abzugstermin in Afghanistan aktiv. Mögliche Szenarien sind die Umetikettierung von Offizieren als „Berater“ oder die Fortsetzung der Geheimoperationen.</p>
<p>Es geht um viel. Karsai verwies in seiner Rede auf US-Schätzungen, wonach im afghanischen Boden Rohstoffe im Wert von rund einer 1000 Milliarden US-Dollar liegen. Ein Teil von ihnen wurde gerade in Kabul zur Erschließung ausgeschrieben. Dabei handelt es sich um Gold- und Kupfervorkommen in vier Regionen des Landes. Unser Protest gegen den Krieg ist auch ein Protest dagegen, dass die Gewinne aus diesem Reichtum der afghanischen Bevölkerung vorenthalten werden sollen.</p>
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		<title>NATO = Terror: Troops out now</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 12:25:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Nein zum Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Presseerklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[Abzug]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[NATO]]></category>

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		<description><![CDATA[Gemeinsam mit zwei weiteren Bundestagsabgeordneten der  LINKEN, Heike Hänsel und Kathrin Vogler habe ich Montagmittag auf der Afghanistan-Konferenz in Bonn als Reaktion auf die Ansprache von US-Außenministerin Hillary Clinton auf der Tribüne ein Banner mit der Aufschrift «NATO = Terror. Troops out now» entrollt. Dazu sagen wir: &#8220;Mit unserer Aktion protestieren wir gegen den fortgesetzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gemeinsam mit zwei weiteren Bundestagsabgeordneten der  LINKEN, Heike Hänsel und Kathrin Vogler habe ich Montagmittag auf der Afghanistan-Konferenz in Bonn als Reaktion auf die Ansprache von US-Außenministerin Hillary Clinton auf der Tribüne ein Banner mit der Aufschrift «NATO = Terror. Troops out now» entrollt. Dazu sagen wir:</p>
<p>&#8220;Mit unserer Aktion protestieren wir gegen den fortgesetzten NATO-Krieg, unter dem vor allem die afghanische Zivilbevölkerung leidet.</p>
<p>Sie ist auch ein Protest gegen die Bonner Konferenz selbst. Hier soll der Eindruck erweckt werden, als sei die afghanische Bevölkerung  vertreten. Dem ist nicht so. Lediglich zwei Vertreter regierungstreuer afghanischer NGOs dürfen in Bonn am Katzentisch Platz nehmen. In Bonn wird statt dessen mit afghanischen Profiteuren der Besatzung über die Köpfe der afghanischen Zivilbevölkerung hinweg verhandelt.</p>
<p>Es ist eine Lüge, dass der Abzug der Bundeswehrtruppen bevorsteht. Mit dieser Konferenz soll die dauerhafte militärische Präsenz in Afghanistan legitimiert werden. Mit unserer Aktion wollen wir die Forderung nach einem sofortigen Truppenrückzug aus Afghanistan unterstreichen.</p>
<p>Wir haben die Konferenz nach unserer Aktion verlassen, um die Proteste der Friedensbewegung außerhalb des Konferenzraums zu unterstützen.&#8221;</p>
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		<title>Truppen raus – nicht 2014, sondern jetzt</title>
		<link>http://christinebuchholz.de/2011/12/03/truppen-raus-%e2%80%93-nicht-2014-sondern-jetzt/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 18:33:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nein zum Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Abzug]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzung]]></category>
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		<category><![CDATA[Rückzug]]></category>

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		<description><![CDATA[Rede während der Demonstration gegen die Bonner Afghanistankonferenz am 3.12. in Bonn Hier in Bonn werden übermorgen die Mächtigen der Welt über Afghanistan tagen. Diese Konferenz ist eine Konferenz der Arroganz. Wie die Kolonialkonferenzen des 19. Jahrhunderts verhandeln die imperialistischen Nationen in Europa über ihren Krieg auf einem anderen Kontinent. Das letzte, was die Damen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2011/12/fgBonn-077.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2501" title="fgBonn 077" src="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2011/12/fgBonn-077.jpg" alt="" width="510" height="350" /></a></strong></p>
<p><strong>Rede während der Demonstration gegen die Bonner Afghanistankonferenz am 3.12. in Bonn </strong></p>
<p>Hier in Bonn werden übermorgen die Mächtigen der Welt über Afghanistan tagen. Diese Konferenz ist eine Konferenz der Arroganz. Wie die Kolonialkonferenzen des 19. Jahrhunderts verhandeln die imperialistischen Nationen in Europa über ihren Krieg auf einem anderen Kontinent. Das letzte, was die Damen und Herren kümmert, ist das Schicksal der afghanischen Bevölkerung.</p>
<p><span id="more-2495"></span></p>
<p>Sie ist es, die unter dem Krieg leidet. Auf der Suche nach Aufständischen terrorisiert die NATO jede Nacht afghanische Familien. Im Schnitt werden pro Tag 19 Kommandoaktionen durchgeführt, bei denen die Soldaten Haustüren eintreten und Afghanen im Schlaf überfallen. Die NATO mordet routinemäßig Unschuldige. Die Zahl der zivilen Toten ist auf einem Höchststand.</p>
<p>Sie sagen uns, hier in Bonn spräche der Westen nicht über die Afghanen, sondern mit den Afghanen. Eine ganze afghanische Delegation sei hier vertreten. Das stimmt. An ihrer Spitze steht Präsident Karsai. Er kennt Bonn bereits. Denn er wurde hier vor zehn Jahren eingesetzt. Er ist der Statthalter der NATO. Er regiert das Land nur dort, wo die NATO steht.</p>
<p>Ansonsten ist er auf ein Bündnis mit den Warlords in verschiedenen Regionen angewiesen. Auch sie sind hier. Es handelt sich um eine zerstrittene Gruppe von Kriegsverbrechern und Profiteuren der Besatzung.</p>
<p>Zwei Vertreter der so genannten afghanischen Zivilgesellschaft sind in Bonn dabei. Sie sind handverlesen und regierungstreu.Sie dienen als bloßes Alibi in den westlichen Medien.</p>
<p>Nein. Hier in Bonn wird die afghanische Bevölkerung nicht vertreten. Die NATO-Staaten verhandeln hier mit der Karsai-Regierung über einen Abzug, der noch Jahre auf sich warten lassen soll. Nicht, weil Frieden eingekehrt ist. Sondern weil sie diesen Krieg bereits verloren haben.</p>
<p>Es geht nur noch darum, das Desaster zu beenden. Ohne das zu verlieren, was sie „Glaubwürdigkeit“ nennen. Die Glaubwürdigkeit, dass sie auch in Zukunft jederzeit an jedem Ort Krieg führen können, wenn ihre Interessen berührt sind.</p>
<p>Legt man die ursprünglichen Kriegsziele in Afghanistan als Maßstab an, haben sie jede Glaubwürdigkeit verloren. Laut Oxfam sind in dem Land ein Drittel der Kinder unterernährt. Das Überleben von 3 Millionen Menschen hängt von ausländischen Hilfslieferungen ab.</p>
<p>Es sind die Armut, das Unrecht und der NATO-Terror, die den Aufständischen wie in früheren Kolonialkriegen immer neue Rekruten zuführen. Allein im vergangenen Jahr sind 20.000 afghanische Polizisten desertiert. Der Versuch der NATO, das Karsai-Regime durch Bomben und Razzien zu stabilisieren, ist gescheitert.</p>
<p>Wir kämpfen hier in Deutschland gegen einen brutalen und ungerechten Krieg, den nicht nur die US-Armee führt. Auch die Bundeswehr ist beteiligt. Dies ist das blutige Erbe der Schröder-Fischer-Regierung, die aus den verheerenden Weltkriegen nichts gelernt hat. Ebenso wie die jetzige Regierung Merkel-Westerwelle, die weiterhin gegen den Willen der Mehrheit der deutschen Bevölkerung Gelder und Soldaten opfert.</p>
<p>Diese große Koalition der Kriegstreiber ist eine Schande!</p>
<p>Auf der Afghanistan -Konferenz werden wir wohlfeile Worte hören.?Von Stabilisierung. Von Abzug. Von Deeskalation.</p>
<p>Doch diese Woche haben NATO-Truppen in einem stundenlangen Feuergefecht über zwanzig pakistanische Soldaten getötet. In dem verzweifelten Versuch, einen im Volk verwurzelten Aufstand niederzuschlagen, trägt die NATO den Krieg direkt ins Nachbarland.</p>
<p>Ich betone: Anders als bei den bisherigen Drohnen-Überfällen auf pakistanisches Gebiet handelte es sich nicht um einen US-Einsatz. Sondern um einen NATO-Einsatz. Mit anderen Worten: Die Bundeswehr ist Teil der Ausweitung des Krieges in der Region.</p>
<p>Schluss damit! Wir von der LINKEN sagen: NATO undBundeswehr raus aus Afghanistan! Nicht 2014, sondern jetzt!</p>
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