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	<title>Christine Buchholz &#187; Gegen Rechts</title>
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	<description>Friedenspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.</description>
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		<title>Optionspflicht fördert Rassismus</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 13:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von links nach rechts: Christine Buchholz, (MdB, LINKE), Rüdiger Veit (MdB, SPD), Erika Steinbach (MdB, CDU), Pit von Bebenburg (Frankfurter Rundschau), Steffen Ruppert (MdB, FDP), Omid Nouripour (MdB, Bündnis 90/Grüne) Gestern nahm ich an einer Podiumsdiskussion „ Mehrstaatigkeit – Die Zukunft unserer Gesellschaft?“ teil. Zu der Diskussionsrunde hatten verschiedene  migrantische und kirchliche Organisationen gemeinsam ins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2958" title="120418_Mehrstaatigkeit" src="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2012/04/120418_Mehrstaatigkeit1.jpg" alt="" width="510" height="274" />Von links nach rechts: Christine Buchholz, (MdB, LINKE), Rüdiger Veit (MdB, SPD), Erika Steinbach (MdB, CDU), Pit von Bebenburg (Frankfurter Rundschau), Steffen Ruppert (MdB, FDP), Omid Nouripour (MdB, Bündnis 90/Grüne)</p>
<p>Gestern nahm ich an einer Podiumsdiskussion „ Mehrstaatigkeit – Die Zukunft unserer Gesellschaft?“ teil. Zu der Diskussionsrunde hatten verschiedene  migrantische und kirchliche Organisationen gemeinsam ins Depot der Frankfurter Rundschau eingeladen. Im Zentrum stand die Diskussion um die Optionspflicht. Das bedeutet, dass in Deutschland geborende Kinder nichtdeutscher Eltern zwischen der Deutschen und der Herkunftsstaatsbürgerschaft entscheiden müssen. Diese Regelung gilt aber nicht für EU-Ausländer oder Spätaussiedler. Sie trifft vor allem junge Menschen mit türkischem oder arabischem Migrationshintergrund.</p>
<p>Ich habe in der Diskussion deutlich gemacht, dass DIE LINKE gegen die Optionspflicht und für die Erleichterung der Einbürgerung kämpft. Wir wollen soziale und politische Rechte für alle hier lebenden Menschen. Rassistischen Manövern wie der Kampagne der Hessischen CDU gegen die Doppelte Staatsbürgerschaft und rassistischen Vorurteilen treten wir entgegen.</p>
<p>Bitte unterstützt die Kampagne „<a href="http://wider-den-optionszwang.de/aktuelles.html">Wider  den Optionszwang</a>&#8221;</p>
<div>Hier die Berichterstattung der Frankfurter Rundschau: <a href="http://www.fr-online.de/frankfurt/diskussion-im-fr-depot-mit-erika-steinbach-dauerthema-doppelte-staatsbuergerschaft,1472798,14944110.html" target="_blank">http://www.fr-online.de/frankfurt/diskussion-im-fr-depot-mit-erika-steinbach-dauerthema-doppelte-staatsbuergerschaft,1472798,14944110.html</a></div>
<div></div>
<p><img src="http://fraktu.ivwbox.de/cgi-bin/ivw/CP/fr_frankfurt;var?r=http%3A//www.fr-online.de/frankfurt/diskussion-im-fr-depot-mit-erika-steinbach-dauerthema-doppelte-staatsbuergerschaft%2C1472798%2C14944110%2Cview%2CasFirstTeaser.html&amp;d=10688.37116236001" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Sarrazin hetzt, der NSU mordet</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 12:30:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu Thilo Sarrazins gestrigen Äußerungen zu jungen Muslimen in der BILD-Zeitung habe ich als  Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand der Partei DIE LINKE erklärt: Sarrazin lügt, provoziert und hetzt in rassistischer Manier gegen Muslime. Aussagen von Sarrazin wie: &#8220;Niemand muss in Deutschland leben, wenn er unsere kulturellen Werte nicht teilt&#8221;, sind eine Steilvorlage für Nazis. Die Morde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Thilo Sarrazins gestrigen Äußerungen zu jungen Muslimen in der BILD-Zeitung habe ich als  Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand der Partei DIE LINKE erklärt:</p>
<p>Sarrazin lügt, provoziert und hetzt in rassistischer Manier gegen Muslime. Aussagen von Sarrazin wie: &#8220;Niemand muss in Deutschland leben, wenn er unsere kulturellen Werte nicht teilt&#8221;, sind eine Steilvorlage für Nazis. Die Morde des NSU an Migranten türkischer und griechischer Herkunft sollten uns eine Warnung sein. Rassistische Hetze ist tödlich.</p>
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		<title>&#8220;Bunt statt Braun&#8221; Offenbachs Antwort auf Rassismus und Ausgrenzung</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 15:03:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute Mittag habe ich an der Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtextremistischer Gewalt in Berlin teilgenommen und demonstriere am Abend mit dem Bündnisses &#8220;Bunt statt Braun&#8221; in Offenbach gegen die Nazis. Hier könnt ihr meine Pressemitteilung nachlesen. „Bunt statt Braun“: Offenbachs Antwort auf Rassismus und Ausgrenzung Am Donnerstag, 23. Februar 2012, wird das neu gegründeten Aktionsbündnis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Mittag habe ich an der Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtextremistischer Gewalt in Berlin teilgenommen und demonstriere am Abend mit dem  Bündnisses &#8220;Bunt statt Braun&#8221; in Offenbach gegen die Nazis. Hier könnt ihr meine Pressemitteilung nachlesen.<span id="more-2788"></span></p>
<p><strong>„Bunt statt Braun“: Offenbachs Antwort auf Rassismus und Ausgrenzung</strong></p>
<p>Am Donnerstag, 23. Februar 2012, wird das neu gegründeten Aktionsbündnis „Bunt statt Braun“ in Offenbach eine Kundgebung abhalten. Dazu erklärt Christine Buchholz, Bundestagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE. mit Wahlkreis in Offenbach:</p>
<p>„Ich begrüße die Bildung des Aktionsbündnisses „Bunt statt Braun“ und werde mich am Donnerstag an der Protestaktion gegen Rechtsextremisten und Rechtspopulisten beteiligen.</p>
<p>Die Morde der Nazi-Terroristen und die Aktivitäten von NPD und freien Kameradschaften brauchen eine gemeinsame, entschlossene Antwort eines breiten Bündnisses.</p>
<p>Die jüngsten Mobilisierungserfolge gegen die Nazis in Dresden haben gezeigt, dass es möglich ist, deren Aufmärsche zu stoppen. Voraussetzung für den Erfolg war ein breit getragenes Bündnis, das entschlossen war, sich den Nazis in den Weg zu stellen.</p>
<p>Der Rassismus gegenüber Mitbürgern mit Migrationshintergrund verlangt eine Antwort von uns allen. Geistige Brandstifter wie Thilo Sarrazin bereiten den Boden für die Gewalttaten der extremen Rechten. Es ist kein Zufall, dass ein ehemaliger Bänker in Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit Migrantinnen und Migranten als Sündenböcke präsentiert.</p>
<p>Der Islam ist Teil dieser Gesellschaft. Gegen die Verunsicherung in Zeiten der Euro-Krise hilft nur Solidarität, die von unten aufgebaut wird. Das Bündnis „Bunt statt braun“ ist Offenbachs Antwort auf Rassismus und Ausgrenzung.</p>
<p>DIE LINKE steht an der Seite derer, die ausgegrenzt und diskriminiert werden. Wir streiten gemeinsam für eine Politik, die die gleichberechtigte Teilhabe aller an der Gesellschaft und soziale Gerechtigkeit zum Ziel hat.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Probesitzen für Dresden Nazifrei</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 15:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute habe ich mit Abgeordneten der LINKEN und weiteren Aktivisten vor der sächsischen Landesvertretung an der Probeblockade teilgenommen.  Die  DIE LINKE unterstützt  das Bündnis »Nazifrei! &#8211; Dresden stellt sich quer« und beteiligt sich an den Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Dresden am 13.02. und 18.02. Wir werden auch in diesem Jahr den Naziaufmarsch in Dresden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2012/02/120208-Probesitzen-Dresden2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2662" title="120208 Probesitzen Dresden" src="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2012/02/120208-Probesitzen-Dresden2-300x195.jpg" alt="" width="300" height="195" /></a> Heute habe ich mit Abgeordneten der LINKEN und weiteren Aktivisten vor der sächsischen Landesvertretung an der Probeblockade teilgenommen.  Die  DIE LINKE unterstützt  das Bündnis »<a href="http://www.dresden-nazifrei.com/">Nazifrei! &#8211; Dresden stellt sich quer</a>« und beteiligt sich an den Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Dresden am 13.02. und 18.02.</p>
<p style="text-align: left;">Wir werden auch in diesem Jahr den Naziaufmarsch in Dresden verhindern. Die Aufdeckung der Terrorzelle NSU und auch die Kriminalisierung der Anti-Nazi-Proteste durch die sächsischen Behörden machen deutlich, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement und sichtbarer Widerstand auf der Straße sind.</p>
<p style="text-align: right;">
]]></content:encoded>
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		<title>Neues Material: Powerpoint-Präsentation und Skript zu Sarrazin und antimuslimischem Rassismus</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 11:52:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Sommer 2010 veröffentlichte der ehemalige Berliner Finanzsenator und Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin sein menschenverachtendes Buch „Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“, in welchem er Menschen lediglich nach ihrem Nützlichkeitswert für die Ökonomie betrachtet und vor allem die Muslime als Bedrohung für das Abendland stilisiert. Das Buch avancierte zum Bestseller. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Sommer 2010 veröffentlichte der ehemalige Berliner Finanzsenator und Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin sein menschenverachtendes Buch „Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“, in welchem er Menschen lediglich nach ihrem Nützlichkeitswert für die Ökonomie betrachtet und vor allem <em>die </em>Muslime als Bedrohung für das Abendland stilisiert. Das Buch avancierte zum Bestseller.</p>
<p>Der damalige NPD-Vorsitzende Udo Voigt freute sich über die unerwartete Schützenhilfe durch den SPD-Mann Sarrazin: „Unsere Aussagen werden damit salonfähiger und es ist dann auch immer schwerer, Volksverhetzungsverurteilungen gegen NPD-Funktionäre anzustreben, wenn wir uns zur Ausländerpolitik äußern, wenn sich etablierte Politiker auch trauen, das zu äußern.“<span id="more-2647"></span></p>
<p>Seitdem ist einiges passiert. Europaweit sind rechte und neurechte Parteien im Aufwind und in nahezu der Hälfte aller EU-Staaten im Parlament vertreten. Ein ehemaliger Parteiaktivist der „rechtspopulistischen“ norwegischen Fortschrittspartei, der überzeugt ist, Kreuzritter im Kampf gegen die Islamisierung Europas zu sein, richtete ein Massaker in einem Ferienlager der JungsozialistInnen mit 77 Toten an und die BRD erlebt derzeit den größten Verfassungsschutzskandal seit dessen Bestehen: Täglich werden neue Morde und Gewalttaten von Neonazis aufgedeckt, denen in der Vergangenheit von den Ermittlern eine rassistische Motivation konsequent abgesprochen wurde.</p>
<p>Die Powerpoint-Präsentation „Linke Argumente gegen Rechte Hetze – Thilo Sarrazins Rassismus und die Krise“ und das dazugehörige Skript sind ein Mittel mit dem Veranstaltungen und Schulungen vorbereitet werden können.</p>
<p>Die Powerpoint-Präsentation ist zu erhalten über <a href="mailto:daniel.wittmer@die-linke.de">daniel.wittmer@die-linke.de</a> und <a href="mailto:christine.buchholz@die-linke.de">christine.buchholz@die-linke.de</a>.</p>
<p>Das Skript zur Präsentation <a title="Skript &quot;Linke Argumente gegen rechte Hetze&quot;" href="http://christinebuchholz.de/wp-content/uploads/2012/02/Skript-zum-Vortrag-Linke-Argumente-gg-rechte-Hetze_Sarrazin.pdf">„Linke Argumente gegen Rechte Hetze – Thilo Sarrazins Rassismus und die Krise“</a> steht hier zum Download bereit.</p>
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		<item>
		<title>Landesregierung verharmlost militante Nazis in Hessen</title>
		<link>http://christinebuchholz.de/2011/12/02/landesregierung-verharmlost-militante-nazis-in-hessen/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 11:24:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gegen Rechts]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
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		<description><![CDATA[Nordhessen ist Zentrum der militanten Rechten. Auch mein Wahlkreisbüro wurde 2011 mehrmals von Nazis angegriffen. Ich verweise hier auf eine Pressemitteilung der hessischen Fraktionsvorsitzendin der Linken, Janine Wissler, die Volker Bouffier und Boris Rhein auffordert Schluss mit der Verharmlosung und dem Flankenschutz für die militante Rechte in Hessen zu machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nordhessen ist Zentrum der militanten Rechten. Auch mein Wahlkreisbüro wurde 2011 mehrmals von Nazis angegriffen. Ich verweise hier auf eine Pressemitteilung der hessischen Fraktionsvorsitzendin der Linken, Janine Wissler, die Volker Bouffier und Boris Rhein auffordert <a href="http://www.linksfraktion-hessen.de/cms/abgeordnete/die-abgeordneten/janine-wissler/pressemitteilungen/2757-volker-bouffier-und-boris-rhein-schluss-mit-der-verharmlosung-und-dem-flankenschutz-fuer-die-militante-rechte-in-hessen.html">Schluss mit der Verharmlosung</a> und dem Flankenschutz für die militante Rechte in Hessen zu machen.</p>
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		<title>&#8220;Kostümierte Antisemiten&#8221; oder antirassistische Israelkritiker? Eine Antwort auf Christian Bommarius</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 14:59:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gegen Rechts]]></category>
		<category><![CDATA[Nein zum Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antirassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Debatte über den vermeintlichen Antisemitismus in der LINKEN geht weiter. Heute haben Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung unter dem Titel &#8220;Kostümierte Antisemiten&#8221; einen Artikel von Christian Bommarius gebracht, in dem unter anderem mein Mitarbeiter Stefan Ziefle und ich angegriffen wurden. http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/348664/348665.php Die Vorwürfe wiegen schwer, deswegen sahen wir uns gezwungen dazu Stellung zu beziehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Debatte über den vermeintlichen Antisemitismus in der LINKEN geht weiter. Heute haben Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung unter dem Titel &#8220;Kostümierte Antisemiten&#8221; einen Artikel von Christian Bommarius gebracht, in dem unter anderem mein Mitarbeiter Stefan Ziefle und ich angegriffen wurden.</p>
<p><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/348664/348665.php">http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/348664/348665.php</a></p>
<p>Die Vorwürfe wiegen schwer, deswegen sahen wir uns gezwungen dazu Stellung zu beziehen.</p>
<p>Hier</p>
<p>1) ein Leserbrief von Stefan Ziefle</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren</p>
<p>Solange ich nicht erklären könne, wie es zu dem Bündnis zwischen Hamas und mir und meinen antirassistischen Freunden gekommen sei, wäre ich von einem Antisemiten nicht zu unterscheiden, schreibt Christian Bommarius. Aber das kann ich.</p>
<p>Zum Jahreswechsel 2009/2010 war ich mit rund 1400 internationalen Aktivisten des „Gaza-Freiheits-Marsches“ in Kairo, um von dort aus in den Gazastreifen zu gelangen und die Blockade zu durchbrechen. Zu den Teilnehmern gehörten auch amerikanische Rabbiner und die Holocaust-Überlebende Hedy Epstein.</p>
<p>Und da wir in Gaza-Stadt demonstrieren wollten, haben wir uns selbstverständlich im Vorfeld mit der dortigen Verwaltung abgesprochen. Die wird von Hamas gestellt, die 2006 die Wahlen in den besetzten Gebieten gewonnen hatte.</p>
<p>In der Frage der Überwindung der Blockade gab es eine Interessenübereinstimmung mit Hamas. Aber deswegen haben weder ich noch die anderen Demonstranten sich deren politisches Programm zu eigen gemacht.</p>
<p>Zu den weiteren Vorwürfen habe ich ausführlich Stellung genommen:</p>
<p><a href="http://marx21.de/images/MIM2011/ist%20kritik%20an%20israel%20antisemitisch_erkl%E4rung.pdf">http://marx21.de/images/MIM2011/ist%20kritik%20an%20israel%20antisemitisch_erkl%E4rung.pdf</a></p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,</p>
<p>Stefan Ziefle</p>
<p>2) Mein Einspruch für die Meinungsseite</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>Christian Bommarius spricht in seinem Leitartikel von &#8220;kostümierten Antisemiten&#8221; in der Linken. Ich werde dort als &#8220;antirassistische Israelkritikerin&#8221; bezeichnet. Dazu stehe ich, denn ich bin sowohl Antirassistin als auch Kritikerin der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern. Das berechtigt ihn nicht dazu, mich in die Nähe des Antisemitismus zu stellen.</p>
<p>In meinem Engagement gegen Rechts streite ich seit Jahren an der Seite von Naziopfern gegen Nazis, Antisemitismus und jede andere Form von Rassismus. Dieses Engagement ist wichtig, denn Rassismus ist auch heute noch ein Wegbereiter zu Verbrechen, wie ein Blick auf die rassistisch motivierten Morde im Deutschland der letzten Jahre beweist.</p>
<p>Und ich unterstütze an der Seite von jüdischen, muslimischen, christlichen und nichtreligiösen Aktivistinnen und Aktivisten Aktionen für einen gerechten Frieden in Nahost.</p>
<p>Diese Aktivitäten scheint Herr Bommarius diskreditieren zu wollen. Auch hier wärmt er absurde Unterstellungen auf. So ist die Behauptung, die Gaza-Flottille sei mit dem Ruf &#8220;Tod den Juden&#8221; verabschiedet worden, nicht belegt und widerspricht den zahllosen Aussagen von Teilnehmerinnen und Teilnehmer.</p>
<p>Vielmehr haben sich an der Flottille neben Prominenten wie Henning Mankell auch Vertreter der Europäischen Juden für eine Gerechten Frieden in Nahost, eine Holocaust-Überlebende und eine Abgeordnete des israelischen Parlaments beteiligt. Die Realität ist, dass die friedliche und unbewaffnete Flottille durch die israelische Armee angegriffen und neun Aktivisten getötet wurden.</p>
<p>Wer derart schwerwiegende Vorwürfe erhebt, sollte die journalistische Sorgfaltspflicht erfüllen, und sich nicht zum Handlanger einer Kampagne gegen die Linke machen.</p>
<p>3) Meine Gegendarstellung</p>
<p>In der Berliner Zeitung vom 22. Juni behauptet Herr Bommarius unter der Überschrift „Kostümierte Antisemiten“, ich und zwei weitere Abgeordnete der Linksfraktion hätten uns nicht erhoben, als „Peres, (…) Anfang 2010 angesichts des 65. Jahrestages des Befreiung von Auschwitz im Bundestag gesprochen hatte“. Er erweckt damit den Eindruck, ich hätte mich geweigert, die Opfer des Nationalsozialismus zu würdigen, und wertet es als Beleg für meine angebliche antisemitische Haltung.</p>
<p>Richtig ist: Selbstverständlich habe ich mich zur Würdigung der Opfer des Holocausts erhoben. Nicht aufgestanden bin ich, als Peres den Iran als eine ebenso große Bedrohung für die Welt und alle Juden wie Nazideutschland dargestellt hat. Dies halte ich für falsch genauso wie seinen Verweis auf die Appeasement-Politik der Westmächte bis 1939, die in diesem Zusammenhang ein Bestandteil der Kriegsdrohung gegen den Iran waren.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Wegbereiter zu Verbrechen</title>
		<link>http://christinebuchholz.de/2011/05/04/rassismus-ist-keine-meinung-sondern-ein-wegbereiter-zu-verbrechen/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 14:23:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In seiner Beratung vom vergangenen Montag verabschiedete der Parteivorstand der Partei DIE LINKE folgende Erklärung zur Debatte um den Verbleib von Thilo Sarrazin in der SPD: Die rassistischen und sozialdarwinistischen Äußerungen, die das SPD-Mitglied Thilo Sarrazin in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ und zahllosen Interviews und Fernsehauftritten verbreitet hat, sind auch innerhalb der SPD [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In seiner Beratung vom vergangenen Montag  verabschiedete der Parteivorstand der Partei DIE LINKE folgende Erklärung zur Debatte um den  Verbleib von Thilo Sarrazin in der SPD:</strong></p>
<p>Die rassistischen und sozialdarwinistischen Äußerungen, die das  SPD-Mitglied Thilo Sarrazin in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“  und zahllosen Interviews und Fernsehauftritten verbreitet hat, sind  auch innerhalb der SPD in Teilen scharf kritisiert worden. Zu Recht!</p>
<p>Daher haben wir es begrüßt, dass insgesamt vier  Parteiausschlussanträge gestellt wurden.  Die weichgespülte Erklärung,  mit deren Unterzeichnung Sarrazin angeblich wieder auf den Boden der  Parteigrundsätze gelangt sei, ist eine Farce. Schließlich geht es nicht  nur um eine unüberlegte Äußerung in der Hitze eines Redegefechts, von  der man sich distanzieren kann, sondern um die gezielte, geplante und  wohlüberlegte Veröffentlichung eines 464-Seiten-Werks und der immer  wieder wiederholten Bekräftigung seiner Thesen in Print- und  elektronischen Medien. Auch wenn Sarrazin sich jetzt angeblich  distanziert – sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ wird weiter durch  die Verlagspressen laufen, seine Thesen werden weiter gelesen. Und noch  am 12. April erklärte er bei einem Auftritt in der Industrie- und  Handelskammer in Berlin: &#8220;Ich stehe zu allen Aussagen. Ich nehme kein  Jota zurück.&#8221;</p>
<p>Die Erklärung selber entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein  sehr halbherziges Eingeständnis. So weist Sarrazin zwar von sich,  gefordert zu haben, dass sozialdarwinistische Theorien in die politische  Praxis umgesetzt werden sollen. Die Formulierung sozialdarwinistischer  Theorien an sich bleibt aber demnach im Rahmen der Meinungsfreiheit  innerhalb der Sozialdemokratie. Er bemüht sich zu negieren, dass seine  Aussagen über bestimmte Migrantengruppen diskriminierend sein sollten –  vielmehr habe er lediglich Defizite ansprechen und sogar den Migranten  bei ihrer Integration behilflich sein wollen. Doch auch hier wird die  eugenische und rassistische Denkweise wiederholt, wenn er sagt „Vielmehr  sollten meine Thesen auch der Integration von Migrantengruppen dienen,  die bislang aufgrund ihrer Herkunft, sozialen Zusammensetzung und  Religion nicht bereit oder in der Lage waren, sich stärker zu  integrieren“ und damit also behauptet, eine bestimmte Religion oder  Herkunft mache eine gute Integration unmöglich. Sarrazin versicherte  zwar, er werde bei künftigen Veranstaltungen und Auftritten in der  Öffentlichkeit darauf achten, durch Diskussionsbeiträge nicht sein  Bekenntnis zu den sozialdemokratischen Grundsätzen in Frage zu stellen.  Gleichzeitig ließ er es sich nicht nehmen, auch noch in dieser Erklärung  trotzig darauf zu beharren, im Recht zu sein: Sollten sich Mitglieder  der SPD in ihrem sozialdemokratischen Verständnis beeinträchtigt fühlen,  bedauere er dies, auch wenn er der Meinung sei, dass sein Buch dazu  keine Veranlassung gegeben habe.</p>
<p>Eine insgesamt halbherzige Erklärung also, die den Eindruck erweckt,  Sarrazin bleibe im Kern seinen Thesen treu, bemühe sich aber zukünftig  um sanftere Formulierungen.<span id="more-2094"></span></p>
<p>Das Problem ist aber grundlegender und geht über Thilo Sarrazin als  Einzelperson hinaus; es ist das zugrunde liegende neoliberale  Politikverständnis, das in der SPD seit Verkündung der Agenda 2010 immer  mehr um sich greift: ein Politikverständnis, das Armut und Joblosigkeit  individualisiert und das Bürger notfalls auch mit Kontrolle und Zwang  leistungsbereit und ausbeutbar machen will. So vertrat Parteichef Sigmar  Gabriel als einer der schärfsten parteiinternen Kritiker Sarrazins in  einem Interview die Ansicht: „Aber natürlich müssen wir auch fordern.  Egal ob Deutscher oder Ausländer: Wer seine Kinder nicht regelmäßig und  pünktlich in die Schule schickt, dem schicken wir die Polizei vorbei und  der zahlt auch empfindliche Bußgelder – auch dann, wenn er  Hartz-IV-Bezieher ist.“ (Spiegel online, 20.09.2010)</p>
<p>Bei der Causa Sarrazin haben anscheinend wahltaktische Überlegungen  eine Rolle gespielt, in denen die Stimmen von Migranten gegenüber  herkunftsdeutschen Wählern abgewogen wurden und vermieden werden sollte,  diejenigen zu brüskieren, die Sarrazin eventuell Recht geben würden. Es  ist aber ein Irrglaube, dass der Kampf gegen Rassismus ein  Nebenkriegsschauplatz sei, wo man es mit den Parteigrundwerten mal nicht  so ernst nehmen müsse. Wer so denkt, der verkennt die Ursache und die  Funktionsweise von Rassismus: Eine Teile- und Herrsche-Politik, die die  Bevölkerung spalten soll und wo Sündenböcke gefunden werden, um die  wahren Ursachen von Krisen und Armut, nämlich Klassengegensätze und  Eigentumsverhältnisse, zu verschleiern, das sind die Gründe für  Rassismus und nicht etwa möglicherweise sogar „begründete Ängste der  Mehrheitsgesellschaft.“</p>
<p>Besonders in ökonomischen Krisenzeiten wird von den Herrschenden auf  Rassismus zurückgegriffen. Vor dem Hintergrund des globalen Kriegs gegen  den Terror ist antimuslimischer Rassismus derzeit die prägnanteste Form  von Rassismus und nicht nur in Deutschland in den vergangenen Jahren  kontinuierlich angestiegen, wie die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung in  zwei aktuellen Studien –„Die Mitte in der Krise“ (2010) und „Die  Abwertung des Anderen“ (2011) – mit Besorgnis feststellt und angesichts  der Verunsicherung durch die Wirtschaftskrise gar die demokratische  Gesellschaft in Gefahr sieht.</p>
<p>Die Spaltungen in der Gesellschaft aber schaden schließlich allen,  die für ein menschenwürdiges Leben und Verteilungsgerechtigkeit kämpfen.  Daher brauchen wir Solidarität und keine Spaltung! DIE LINKE wird sich  auch weiterhin kompromisslos und unmissverständlich mit allen, die dazu  bereit sind, an der Seite der Entrechteten und Marginalisierten  positionieren, gleich welcher Herkunft oder Religion. Rassismus ist  keine Meinung, sondern ein Wegbereiter zu Verbrechen.</p>
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		<title>Kein Fußbreit den Nazis in Schwalmstadt</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 10:51:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute Nacht haben zum wiederholten Mal Neonazis das Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Christine Buchholz, DIE LINKE, angegriffen und die Fensterscheiben zerstört. Zu dem Vorfall erklärt Christine Buchholz: &#8220;Mit dem Nazi-Terror in Schwalmstadt muss endlich Schluss sein! Mit roher Gewalt versuchen die Neonazis ihre Gegner und Andersdenkende einzuschüchtern. Das lassen wir uns nicht bieten. Unser Büro wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute Nacht haben zum wiederholten Mal Neonazis das Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Christine Buchholz, DIE LINKE, angegriffen und die Fensterscheiben zerstört. Zu dem Vorfall erklärt Christine Buchholz:</strong></p>
<p>&#8220;Mit dem Nazi-Terror in Schwalmstadt muss endlich Schluss sein! Mit roher Gewalt versuchen die Neonazis ihre Gegner und Andersdenkende einzuschüchtern. Das lassen wir uns nicht bieten. Unser Büro wird auch weiterhin das breite antifaschistische Bündnis in Schwalmstadt unterstützen und öffentlicher Anlaufpunkt gegen Rassismus und Sozialabbau sein. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, die Arbeit und Aufklärung gegen Neonazis im Schwalm-Eder-Kreis zu unterstützen.&#8221;</p>
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		<title>Laizismus als Deckmantel für Bevormundung und Diskriminierung?</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 09:53:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Buchholz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den folgenden Beitrag habe ich auf Blog der Rosa-Luxemburg-Stiftung zum 33. Evangelischen Kirchentag in Dresden gepostet. Mir ist es wichtig, dass DIE LINKE als nichtreligiöse Partei nicht in die Falle einer antireligiösen Propaganda tappt. Sie würde damit das Grundrecht auf Selbstbestimmung und Religionsfreiheit in Frage stellen und zudem sich zur unfreiwilligen Gehilfin für antimuslimischen Rassismus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Den folgenden Beitrag habe ich auf <a href="http://kirchentag.blog.rosalux.de/">Blog der Rosa-Luxemburg-Stiftung zum 33. Evangelischen Kirchentag in Dresden</a> gepostet.</em></p>
<p>Mir ist es wichtig, dass DIE LINKE als nichtreligiöse Partei nicht in  die Falle einer antireligiösen Propaganda tappt. Sie würde damit das  Grundrecht auf Selbstbestimmung und Religionsfreiheit in Frage stellen  und zudem sich zur unfreiwilligen Gehilfin für antimuslimischen  Rassismus machen. Auch die „Kampagne für Laizismus“ der französischen  Regierung Sarkozy sollte uns ein Warnsignal sein: Sarkozys Partei UMP  schürt systematisch Rassismus gegen die muslimische Minderheit.  Nutznießer dieser Politik ist nicht die UMP, sondern die rechtsradikale  Partei Front National, die erschreckend hohe Ergebnisse bei der  Kantonalwahl einfuhr:</p>
<p>Vor einigen Wochen bekam ich eine erboste Zuschrift einer  französischen Linken, die sich darüber beschwerte, dass DIE LINKE auf  einer Veranstaltung zum Ökumenischen Kirchentag in München im Mai 2010  mit drei männlichen Religionsvertretern diskutiert habe. Die Dokumentation dieser Veranstaltung zum &#8220;Feindbild Islam &#8211; Der neue Rassismus&#8221; findet sich <a href="http://die-linke.de/fileadmin/download/folder/101222_feindbild_islam_broschuere.pdf">hier.</a></p>
<p>Sie  kritisierte, dass DIE LINKE mit dem damaligen Generalsekretär und  jetzigen Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime Aiman Mazyek  eingeladen hatte. Offenbar fand sie es nicht anstößig, dass mit Stephan  Kramer, Generalsekretär des Zentralrates der Juden und Raphael  Nikodemus, Kirchenrat aus Nordrhein-Westfalen, Judentum und Christentum  ebenfalls von Männern repräsentiert wurden. An der Stelle von Aiman  Mazyek hätten wir die Islamkritikerin Necla Kelec einladen sollen.</p>
<p>Die Autorin bezeichnete sich als „echte Laizistin und Atheistin“. In ihrer Argumentation konzentrierte sie sich auf die Frage des Verbotes des (muslimischen) Kopftuches. Ich dokumentiere hier meine Antwort auf die oben erwähnte Zuschrift:<span id="more-2003"></span></p>
<p>„Die Partei DIE LINKE ist offen für alle humanistischen  Weltanschauungen und Religionen. In der Bundesrepublik Deutschland sind  die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen  und weltanschaulichen Bekenntnisses als Grundrecht geschützt.</p>
<p>Das Recht auf freie Religionsausübung gilt für alle Menschen in der  Bundesrepublik, gleich welcher Herkunft, Geschlecht und Weltanschauung.</p>
<p>Die LINKE hat sich nicht „den männlichen Vertretern der Religion  gebeugt“. Ich halte ein Verbot von Symbolen persönlichen Glaubens, die  sich spezifisch auf Angehörige einer bestimmten Religion beziehen, für  unvereinbar mit den demokratischen Freiheitsrechten des Einzelnen und  darüber hinaus für eine Bevormundung und Diskriminierung muslimischer  Frauen.</p>
<p>Woher nehmen Sie die Überzeugung, sämtliche Trägerinnen eines  Kopftuchs seien unterdrückt und Opfer ihrer Ehemänner, Väter oder  Brüder? Es gibt eine ganze Reihe von Frauen, die sich freiwillig und  bewusst für das Tragen eines Schleiers entschieden haben. In einem  Interview erklärt die französische Niqab-Trägerin Al Keyr etwa: “Ich bin  nicht verheiratet und niemand hat mich zu irgendetwas gezwungen. Es ist  mein persönlicher Weg, mich so dem Herrn zu nähern!”</p>
<p>Wir können nicht die eigenen Interpretationen solcher Frauen  ignorieren; damit sprächen wir muslimischen Frauen ein eigenes  Urteilsvermögen ab; einen solchen Verstoß gegen das  Selbstbestimmungsrecht der Frau lehne ich ab, da er bevormundend und  paternalistisch ist.</p>
<p>Auch wenn eine Verschleierung für die meisten Menschen in Deutschland  nicht nachvollziehbar ist: solange nicht die Grundrechte der Trägerin  oder anderer beeinträchtigt werden, schützt die  freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik auch  Menschen, die Dinge tun, die die Mehrheitsgesellschaft nicht versteht  oder ablehnt.</p>
<p>Diejenigen, die das Verbot fordern, um damit eine patriarchale Kultur  zu bekämpfen, tun dies mit den Mitteln des Patriarchats: die  betroffenen Frauen sind in ihrer Wahrnehmung auch nur Objekte, nicht  Subjekte. Frauen, die einen Schleier freiwillig tragen, werden durch ein  Verbot daher unzulässig in ihren Grundrechten eingeschränkt.</p>
<p>Aber auch Frauen, die zum Tragen des Kopftuchs gezwungen werden, wird  durch ein Verbot desselben keineswegs geholfen; im Gegenteil: Für sie  würde ein Verbot mit hoher Wahrscheinlichkeit die Verbannung aus dem  öffentlichen Leben bedeuten.</p>
<p>Wer soviel Macht über Frauen ausübt, dass er sie zum Tragen des  Schleiers zwingen kann, hat auch die Macht, diese Frauen zu Hause  einzusperren. Mit einem Verbot würden wir sie auch noch der letzten  Chance berauben, sich von unterdrückenden häuslichen Verhältnissen aus  eigener Kraft zu befreien – z.B. indem sie öffentliche Hilfe in Anspruch  nehmen, oder durch die Teilnahme an Schulen und Weiterbildungsangeboten  berufliche Qualifikation erwerben, die sie ökonomisch unabhängiger von  Männern machen würde. Ihr Freiraum für eine individuelle Emanzipation  durch Bildung und Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen würde sich  dadurch also dramatisch verringern. Das kann nicht unser Ziel sein!</p>
<p>Frauenunterdrückung liegt nicht in einer bestimmten Religion oder in  Religiosität per se begründet; sie ist ein strukturelles Merkmal dieser  Klassengesellschaft und findet auch in nichtgläubigen Strukturen statt.</p>
<p>Wir unterstützen alle Mädchen und Frauen, egal welcher Herkunft oder  Religion, die sich aus patriarchalen Zwängen befreien wollen. Wir, als  LINKE, setzen uns dafür ein, dass sie bessere Bedingungen dafür  vorfinden, selbstbestimmt zu leben:</p>
<p>Was Frauen brauchen, ist wirkliche Gleichheit vor dem Gesetz, sind  höhere Löhne und Aufstiegschancen, ist eine geschlechtsunabhängige  Bezahlung, eine moderne Familienpolitik, die sie nicht auf Mutterrollen  und Reproduktionsarbeiten reduziert, ist der freie Zugang zu Bildung und  vor allem: solidarische Unterstützung statt Bevormundung.</p>
<p>Frauen, die von ihren Männern, Vätern oder Brüdern in ihrer  Lebensweise eingeschränkt oder unterdrückt werden, ist viel mehr  geholfen durch Frauenhäuser, kostenlose Sprachkurse und  Qualifizierungsmaßnahmen, damit sie unabhängig von ihren Männern leben  können – aber gerade in Frankreich wurden in den letzten Jahren  zahlreichen Frauenberatungszentren die Subventionen gekürzt.</p>
<p>Sie schreiben: “Wir müssen den Frauen helfen und nicht ihre Peiniger  unterstützen!” Mit einem Kopftuch-/ Niquab- oder Burkaverbot ist das  Gegenteil getan: Denn ein Verbot betrifft die Frauen direkt und  persönlich – die Männer, die Frauen zur Verschleierung zwingen, bleiben  unbehelligt.</p>
<p>Zu Ihrer Forderung, es hätten weibliche Vertreter der Religionen,  etwa Necla Kelec, sprechen sollen: Prinzipiell unterstütze ich Ihre  Position: auch ich befürworte es, wenn grundsätzlich – auf allen  politischen Podien – mehr Frauen, als es bisher der Fall ist, sprechen.  Necla Kelec ist jedoch keine Vertreterin des Islam. Sie ist dezidiert  antireligiös und könnte daher auch nicht für die Muslime in Deutschland  sprechen.</p>
<p>Mit solidarischen Grüßen,</p>
<p>Christine Buchholz, MdB</p>
<p>Mitglied im geschäftsführenden Parteivorstand der Partei Die LINKE“</p>
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