Afghanistan: Kundus ist kein tragischer Einzelfall

05. Oktober 2015  Nein zum Krieg, Presseerklärungen

„Der Angriff auf das zivile Krankenhaus in Kundus ist kein tragischer Einzelfall“, erklärt Christine Buchholz, verteidigungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, nach dem tödlichen Angriff der US-Luftwaffe auf ein ziviles Krankenhaus in Kundus. Buchholz weiter:

„Wer Ziele mitten in einem Stadtzentrum mit Bomben angreift, trifft unweigerlich Zivilisten. Das nehmen die Strategen des Pentagon in Kauf. Obamas Entschuldigung ist unglaubwürdig, denn die US-Regierung hält unbeirrt an ihrem verbrecherischen Luftkrieg fest.

Die meisten Opfer des von der US-Luftwaffe und dem CIA in Afghanistan geführten Luftkriegs sterben, ohne dass die Welt davon Notiz nimmt. Die Bundesregierung schweigt darüber. Sie hat die Bundeswehr zum Komplizen eines US-geführten Krieges gemacht, der immer mehr Unschuldige das Leben kostet.
Bundeswehroffiziere stehen dem afghanischen Verteidigungsministerium beratend zur Seite, das den Angriff auf die Klinik in Kundus gerechtfertigt hat. Die laufende Trainings- und Beratungsmission der Bundeswehr trägt nicht zur Befriedung des Landes bei. Ihr Ziel ist es, eine korrupte afghanische Regierung im Amt zu stärken. Dieser Bundeswehreinsatz muss unverzüglich beendet werden.“


Ausdruck vom: 21.10.2018, 21:55:58 Uhr
Beitrags-URL: http://christinebuchholz.de/2015/10/05/afghanistan-kundus-ist-kein-tragischer-einzelfall/
© 2018 Christine Buchholz, MdB